Poverty`s no crime kann man getrost als alte Hasen bezeichnen. Seit 1991 musizieren die Herren bereits und legen uns nun ihr 7. Album vor, welches allerdings nicht eine Sekunde altbacken klingt, im Gegenteil.

poverty front

Melodiös-harter Progmetal made in Germany wird hier geschmiedet und das alles verpackt in einem lupenreinen Sound, der aber nicht steril wirkt, sondern genug Wärme und Tiefe mitbringt, die die Songs verlangen. 8 Tracks ist das Album stark – viel Melodie mit toller Gitarrenarbeit, gutem Gesang und auch genügend Härte an den richtigen Stellen. Handwerklich ist alles auf Top-Niveau und Poverty`s no crime müssen muss sich nicht hinter internationalen Acts verstecken. Ich wünschte die neue DREAM THEATER wäre nur minimal so interessant wie dieses Album.

Wenn man unbedingt Vergleiche sucht, dann würde ich Bands wie: DREAMSCAPE, Vanden Plas usw. nennen.

Ich kann hier gar keinen Song wirklich hervorheben, alle sind auf ähnlichem Niveau, und das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt, das man etwas die Spannungsspitzen und Überraschungsmomente vermisst. “ A serous dream“ ist aber mein Favorit, da der Gesang hier für mich sehr Ausdrucksstark ist. Aber die Qualität ist durchgehen sehr hoch und lässt jeden Prog-Jünger jubeln. Die länge der Songs bewegt sich zwischen 5 und 9 Minuten, für Prog-Verhältnisse normal :-). Die exzellente Gitarrenarbeit und das perfekte Drumming muss hier nochmal hervorgehoben werden.

Also alle Fans dieses Stils und o.g. Bands am 29.4. schön zum Plattenhändler laufen oder online jetzt schon vorordern OOODER auf zum nächsten Konzert. Daumen hoch für Poverty`s no crime!

Hier ein toller Trailer zum Album:

Da ich die Jungs aktuell schon live sehen durfte kann ich sagen, das alles auch auf der Bühne geil abrockt und ich jedem prog-fan empfehlen kann eine Show zu besuchen. Am besten gleich die release Show in Bremen:

poverty live bremen

 

Poverty`s no crime - spiral of fear (Metalville 29.4.2016)
4.5Gesamtwertung