Für einen Anhänger des Progressive Rocks sind Pink Floyd so etwas wie der heilige Gral eben dieser Musikrichtung. Die Band veröffentlicht einige ihrer Alben neu. Ich beschäftige mich hier mit den Vinyl-Neuauflagen von „Atom Heart Mother“ und „Meddle“. Beide Alben wurden von den Originalmastertapes remastered. Die neuen Vinylversionen klingen phantastisch.

„Atom Heart Mother“ wurde 1970 in den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen. Ein Großteil der Songs entstand auch während der Aufnahmen. Allerdings hat die Band das überlange Titelstück schon vor den Aufnahmen im Liveeinsatz ausprobiert. Bei den damaligen Konzerten hatte man dem Song allerdings noch den Titel „The Amazing Pudding“ verpasst. Der Song ist aufwendig orchestriert und lässt ein wenig erahnen wie viel Gilmour, Waters, Wright und Mason damals experimentiert haben.

pfrlp5-atomheartmother-px400

Wer nur die letzten Alben der Band kennt, der wird eventuell über den starken Einsatz von Blasinstrumenten erstaunt sein. Dies kannte man vorher nicht von Pink Floyd und auch zu einem späteren Zeitpunkt hat die Band auf diese Instrumente nicht mehr so stark zurückgegriffen.

Die zweite Seite des Albums ist auch nach Jahren schwer greifbar, was vielleicht daran liegt, dass die Band hier ihre ruhige Seite zeigt und die Musik manchmal etwas langatmig wirkt!
Absoluter Kult ist natürlich das Cover von „Atom Heart Mother“. Zur damaligen Zeit haben sich wohl nur Pink Floyd getraut ein Rindvieh auf das Frontcover zu packen, welches auch noch seinen Allerwertesten in Richtung der Kamera streckt!

Auf „Atom Heart Mother“ folgt „Meddle“. „Meddle“ zeigt das Pink Floyd ihre musikalische Richtung gefunden haben. Insbesondere die zweite Seite des Albums zeigt deutliche Hinweise auf zukünftige Alben der Briten. Die B-Seite von „Meddle“ wird komplett vom Song „Echoes“ eingenommen. Das Lied ist für mich immer noch eine der schönsten Kompositionen Pink Floyds.

pfrlp6-meddle-cover-px400
Auf der A-Seite warten ein paar Seltsamkeiten auf den Zuhörer. Keine Ahnung welche Drogen die Band vor den Aufnahmen zum Song „Seamus“ eingenommen hat. Blues gehörte jedenfalls vorher nicht zum Repertoire der Band, ebenso wie jaulende Hunde. Dafür gibt es aber mit „One Of These Days“, der schönen Ballade „A Pillow Of Winds“ und dem vom Jazz beeinflussten „San Tropez“ ein paar mehr als gelungene Songs! Auch wenn einige Pink Floyd Fans „San Tropez“ als Hassobjekt ausgemacht haben, dieser Song hat Format!

Die Aufmachung der Alben ist sehr schön geworden. Die Klappcover sind einfach schön anzuschauen. Die Oberfläche des Covers von „Meddle“ ist sogar leicht geprägt, so dass man die Struktur des Bildes fühlen kann! Ein Textblatt wäre schön gewesen!

Trackliste „Atom Hear Mother“:
Seite 1
1 Atom Heart Mother
1.a Father’s Shout
1.b Breast Milky
1.c Mother Fore
1.d Funky Dung
1.e Mind your Throats please
1.f Remergence

Seite 2
1 If
2 Summer ’68
3 Fat old Sun
4 Alan’s psychedelic Breakfast
4.a Rise and shine
4.b Sunny Side up
4.4 Morning Glory

Trackliste „Meddle“
Seite 1
1 One of These Days
2 A Pillow of Winds
3 Fearless
4 San Tropez
5 Seamus

Seite 2
1 Echoes

 

http://www.pinkfloyd.com