„Into Dark Science“ ist das dritte Album der Würzburger Formation Phantom Winter. Wer sich mit der Band beschäftigt, der wird wissen, dass die Band quasi aus der Truppe Omega Massif entstanden ist. Somit dürfte klar sein das hier fast schon Genreveteranen am Werk sind.

Wo wir grade bei dem Theme „Genre“ sind. Phantom Winter und ihr neues Album „Into Dark Science“ in eine Schublade zu sortieren fällt schwer. Es gibt Songsequenzen welche sehr zerbrechlich wirken und dann gibt es dort wieder diese unglaublich harten und fiesen Gitarrenwände, welche mit irrem Geschrei unterlegt sind. Müsste ich mich für eine Schublade entscheiden, dann würde ich einfach die Band einfach in die Schublade „verdammt harte und sehr interessante Musik“ stecken. Sludge würde aber auch gehen, glaube ich!

„Into Dark Science“ steck voll von schwarzem Krach, dabei entwickeln Songs wie der Opener „The Initiation Of Darkness“ auch noch eine gruselige Kälte. Passend dazu hat die Band das Album thematisch mit den beiden Schriftstellerinnen Mary Shelley und Silvia Plath verbunden. Es lohnt sich auch die Texte im Booklet mitzulesen. Und zwar aus zwei Gründen. Ein Grund ist, man versteht nicht was der Sänger während der sechs Songs ins Mikrofon brüllt, ein anderer Grund ist die lyrische Qualität von Songs wie „Godspeed! Voyager“.

Wer sich mit sehr harter, düsterer und zugleich melancholischer Musik auseinandersetzen möchte, dem kann ich „Into Dark Science“ nur empfehlen. Das Album ist großartig, allerdings alles andere als leichte Kost!

1. The Initiation Of Darkness
2. Ripping Halos From Angels
3. Frostcoven
4. The Craft And The Power Of Black Magic Wielding
5. Into Dark Science
6. Godspeed! Voyager
http://www.phantomwinter.com/

Phantom Winter - Into Dark Science (Golden Antenna, 02.03.2018)
4.5Gesamtwertung