Pete at the Starclub, muss ich mittlerweile zu meiner Schande gestehen, waren mir vor dieser EP kein Begriff. Aber die guten Dinge lassen ja immer ein wenig auf sich warten.

Unter Regie von Produzent und Musiker Marcus Schneider (Gisbert zu Knyphausen & Die Kid Kopphausen Band, Gloria, Lena Meyer-Landrut, Max Prosa) sind hier 6 echt Perlen entstanden, die sich anhören, als würde alles was man in letzter Zeit im Indiebereich vermisst hat, plötzlich mit einem Paukenschlag wieder vor einem stehen.

Die Hamburger vereinen hier vom Opener „ACAB (All Commercials Are Boring)“ an alles was ich in guten Indiesongs erwarte, ohne dabei auf zu ausgelatschten Wegen zwischen tausenden „The-Bands“ unterzugehen, wie die Titanic. Du hörst das Herzblut vom ersten Ton an und schämst dich dafür, noch nie ein Konzert dieser Band besucht und noch nie betrunken die bis dahin unbekannten Texte mitgenuschelt zu haben.

Kopfnickenderweise sitze ich hier also und höre mich durch „Good Life“, „Lights“ und „Beauty Issue“ und freue mich über die punkigen Parts, da ich bei der Beschreibung als Post-Punk schon ein wenig andere Klänge erwartet hätte. Aber wie hier zwar technisch 1A, aber trotzdem ein wenig bockig der eigene Weg eingeschlagen wird, ohne dabei die Melodie, die Melancholie und die knarzigen Gitarren an der richtigen Stelle zu vergessen, beeindruckt mich. Echt!

Ich würde mich z.B. bei „Error“ sogar weit aus dem Fenster lehnen, und gewinne diversen Stellen etwas Hymnisches ab.

Wer auf Indie, melodischen Punk, melancholische Gitarrenmusik mit Arsch, Eiern und Hirn steht, sollte sich die Hamburger auf jeden Fall anhören. Von meiner Seite aus eine tiefe Verneigung die Elbe rauf und eine Ghettofaust an die Herren, die mir eine meiner aktuellen Lieblingsnummer geschenkt haben. Bäm! Kaufempfehlung für alle!

 

cover

 

  1. ACAC (All Commercials are boring)
  2. Lights
  3. The Good Life
  4. Beauty Issue
  5. Error
  6. Pop Figure

http://www.peteatthestarclub.de/

Pete At The Starclub - Error
5.0Gesamtwertung