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Es ist Mittwoch und somit steht ein neues Handwritten-Classics an. Ich war erst nicht sicher, ob ich das zeitlich hinbekomme da ich gerade einen Umzug hinter mir hab, aber da schreib ich nun. Heute möchte ich euch ein Album vorstellen, das ich ganz besonders gern habe und dies unteranderem auch, weil die Post-Metaler PELICAN zu meinen absoluten Lieblingsbands gehören.

Diese Band wurde 1999 in Chicago gegründet und spielen derzeit unter dem Label Southern Lord. Die Band hat abgesehen von vereinzelten neuen Liedern (The Cliff) keinen Gesang, jedoch lässt sich über das Artwork und natürlich über die musikalisch geschaffene Stimmung das Leitmotiv erstellen. Die Bandmitglieder sind Bryan Herweg, Larry Herweg, Trevor Shelley de Brauw und Dallas Thomas.

as Album „Arktika“ ist ein Live-Album der Band und soweit ich informiert bin das letzte nach „Forever Becoming“. Es beinhaltet Songs der letzten drei LP’s (ich hab die mal durchnummeriert, damit ihr bei Interesse direkt nach dem passenden Album schauen könnt):

(I) City of Echoes (2007)

(II) What We All Come to Need (2009)

(III) Forever Becoming (2013)

Das Album wurde 2013 in St. Petersburg (Russland) aufgenommen und war die letzte Show ihrer Europa-Tour und beginnt mit The Creeper (II). Ein Lied, das direkt klar macht, wie kontrastreich diese Band ist. Angefangen im rauschigen Nebel durchdringt eine Klarheit das Schauspiel – von brutal zu schön und harmonisch. Anders als das ist Lathe Biosas ein druckvolles Stimmungslied mit vielschichtigen Melodien und trotzdem voll auf den Punkt. Es koppelt gut an die vorangegangene Stimmung an und ist ein interessanter Übergang zu Ephemeral (II).

Dieses Lied gehört für mich zu den Liedern von PELICAN mit der größten Erzählung. Übersetzt heißt es u.a. kurzlebig und dementsprechend kurzweilig ist es auch. Ein Lied mit vielen Höhen und Tiefen, von ruhig zu hart, und hart geht es darauf hin auch mit Deny the Absolute (III) weiter, dass auch auf dem Album „Forever Becoming“ etwas heraus steht, als eins der härteren Lieder der Band – das Böse. Zusammen mit Lathe Biosas ist Parasite Colony von dem Album Ataraxia/ Taraxis. Eine eher unverständlicher Weise unbekanntere EP von 2012. Das Lied bildet durch seine leicht abnehmende Härte einen guten Übergang zu Immutable Dusk (III), das geprägt ist durch seinen warmen Mittelteil bevor es am Ende zu dem finsteren Finale kommt.

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Anders ist da Strung up from the Sky (II), das zu den ruhigsten Liedern des Albums gehört und trotzdem einen wichtigen Baustein in der Pelican Diskography spielt. Natürlich hat es seine harten „Saiten“ und zeigt damit Akzente auf, aber es zentriert sich auf das Feine – ein bisschen träumerischer, ein bisschen verspielt. Erst das Ende holt einem aus seinen Traum und zeigt dir, das die Realität nicht nur aus Sonnenschein besteht. Das Album wird mit Dead Between the Walls (I) und Mammoth (EP von 2001) mit voller Kraft abgeschlossen.

Auch Dead Between the Walls ist ein Lied, dass ich immer sehr gerne höre. Es geht mit kraftvollen Riffs an den Start, die auch so gut wie nicht nachlassen. Das Lied hat eine ausgesprochen düstere Stimmung mit ein paar Lichtblicken zwischen im harten Sound-Zement und setzt direkt an Mammoth und der Name ist Programm. Er ist schwer, träge und haarig. Ein richtiger Brocken zum Abschluss.

Gerade weil dieses Album ein Live-Album ist, bringt es die Stimmung und das Talent der Band sehr gut zur Geltung. Es gehört für mich zu den Besten Live-Alben, die ich kenne und sollte in keiner Metal-Musiksammlung fehlen.

 

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Bandcamp – Arktika (2014)

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