Photographs and portraits supporting the release of Pallbear's 2024 release, Mind Burns Alive.

Pallbearer – Mind Burns Alive (Nuclear Blast, 17.05.2024)

Meine liebsten Doomster Pallbearer legen ein neues Album vor. „Mind Burns Alive“ läuft hier nun schon ein paar Tage in der Dauerschleife, und das Album benötigt auch ein wenig Zeit um zu zünden. Das war bei den vorhergegangenen Longplayern auch schon der Fall.

Aber „Mind Burns Alive“ rückt den Bandsound noch näher in eine fast schon atmosphärische Progressive-Music-Ecke. Wenn man meint man stolpere hier über Songstrukturen, welche es vielleicht schon bei Bands wie Pink Floyd oder Camel gab, dann liegt man nicht so komplett falsch.

Diese Einflüsse rückt die Band dann natürlich auch in den Doom-Metal-Kontext und somit eröffnet „Mind Burns Alive“ Pallbearer neue klangliche Möglichkeiten und vielleicht auch eine erweiterte Hörerzielgruppe.

„Where The Light Fades“ macht den Anfang mit zerbrechlichen Klängen, nach und nach setzen die Instrumente ein, bis dann auch schließlich melancholischer Gesang ertönt. Etwas zur Mitte des Songs nimmt die Band Tempo auf und der Song wird dynamischer. „Mind Burns Alive“ startet direkt mit tonnenschweren Riffs, irgendwann wird die Band dann aber sehr leise, nur um dann wieder einen Melancholiehammer auszupacken. Das Spiel mit der Dynamik von laut und leise beherrschen die Amerikaner ausgesprochen gut.

Apropos Melancholie, „Endless Place“ ist ein komplett trauriger Song und dabei von ausgezeichnet klingender Schönheit. Einfach wunderbar und mein Favorit dieses Albums!

„Mind Burns Alive“ ist ein tolles Pallbearer-Werk. Die Band entwickelt sich von Album zu Album weiter, behält dabei aber eine klare Richtung.

Empfehlung!

 

1. Where The Light Fades
2. Mind Burns Alive
3. Signals
4. Endless Place
5. Daybreak
6. With Disease

Pallbearer Online

Foto: Dan Amalsy

 

4.7