Passend zum Wochenende liegt die neue Scheibe der Weimarer von ORPH vor mir und verleitet förmlich zum Entschleunigen, denn die zwölf Nummern auf „The Pyramid Tears Of Simba“ könnten sanfter und entspannter kaum sein.

Mit ihrer Mischung aus Dreampop, Folk und Indie saugen sie einem im positiven Sinne die übermäßige Energie aus dem Körper und sorgen dafür, dass man sich einmal auf das Wesentliche runter holt und den Platz auf der heimischen Couch wieder zu schätzen lernt.

Erinnern tut mich das Ganze stellenweise an den guten alten 80er Indie-Pop, sodass ich mich hier auch nicht so ganz falsch aufgehoben fühle… „Heart Of A Window” zum Beispiel könnte gut und gerne aus der Feder von David Bowie stammen – und gefällt mir daher auch sehr gut!

Freunde der gepflegten Popularmusik werden hier ihre wahre Freude haben, denn die Songs gehen – wie sage ich immer so schön –„so durch“… was keineswegs abwertend gemeint ist.

Waren ORPH schon vor Jahren auf diversen großen Festivals zu finden und haben sie bereits Support-Gigs für Casper oder auch Phillip Boa And The Voodooclub gespielt, so sind Marco, Steffi, Krishan, Martin und Hendrik nun aktuell auf Tour… besser gesagt spielen sie heute erstmal ihren letzten Gig im Trafo in Jena – also schnell noch Karten besorgt und hin da.

 

Titel:
1. Pyramid Tears Of Simba
2. The Mosaic, The Whale And It’s Hunter
3. Heart Of A Window
4. From Century To Century
5. Where The Tiger’s Gone
6. Sun City
7. Buildings Are On Fire
8. Josephine And The Conversation With An Astronaut
9. The Empire
10. Tom A
11. Lightning Pulse On Venus
12. Wintersommer

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ORPH - The Pyramid Tears Of Simba (Kick The Flame/Broken Silence, 09.02.2018)
3.5Gesamtwertung