Acht Jahre nach dem tollen „In Live Concert Royal At The Albert Hall“ kommen die Opeth wieder mit einer neuen Live-Veröffentlichung um die Ecke. Nachdem das genannte Konzert in der legendären Londoner Konzerthalle bereits schöne atmosphärische Bilder lieferte, musste man sich hierfür schon nach einer weiteren, standesgemäßen Location umschauen. Und was viel Besseres als das Red Rocks Amphitheatre, mitten in Colorado, gibt es wohl kaum.

Leider lag uns das visuelle Material nicht vor und wir müssen uns nur mit der Musik begnügen. Aber die veröffentlichten Liveclips versprechen auf jeden Fall ein Fest für die Augen.

In rund 90 Minuten spielen sich Opeth durch zehn Songs. Und auch wenn sich die Band vom Death Metal mittlerweile komplett verabschiedet hat, scheut man sich nicht davor seine alte Musik weiter live zu präsentieren. Der älteste Song („Demon Of The Fall“) ist sogar von 1998. So kann man schön den Weg vom melodischen Death Metal mit Einflüssen des Progrocks der 70er bis zum reinen progressive Rock nachvollziehen. Ausgedehnte Titel wie das abschließende „Deliverance“ wechseln sich mit einfacheren Titeln wie dem eingängigen „Era“ ab. Dargeboten wird alles mit eiskalter Präzision. Der Kontrast dazu sind immer wieder die humorvollen Ansagen von Mastermind Mikael Åkerfeldt.

„Gardens Of Titans“ ist ein gelungenes Livealbum im knackigen Sound. Es war nicht zu erwarten, dass sich Opeth hier eine Blöße geben würden. Das gespielte Programm bietet einen netten Querschnitt durch die Geschichte der Band und hat einige echte Highlights zu bieten. Also durchaus auch für Einsteiger interessant. Die beiden Vorgänger („The Roundhouse Tapes“ und das genannte aus der Royal Albert Hall) klingen aber doch diesen gewissen Funken packender. Vielleicht lag das auch an den überraschend frischen Temperaturen, wie man es aus den Ansagen immer wieder heraushört.

 

Trackliste:
1. Sorceress
2. Ghost of Perdition
3. Demon of the Fall
4. The Wilde Flowers
5. In My Time of Need
6. The Devil’s Orchard
7. Cusp of Eternity
8. Heir Apparent
9. Era
10. Deliverance