2007 hatten sich die UK Thrasher Onslaught nach einer längeren Pause wieder zusammengefunden. Die Band gehört zu den europäischen Thrash Metal Veteranen, hat es aber nie so wirklich über einen Insiderstatus hinaus geschafft.

Seit der Reunion veröffentlicht die Band konstant gute Alben und ist auch regelmäßig auf Tour. Der Kreis der Fans wächst langsam aber stetig. Um die Wartezeit bis zum nächsten Studioalbum zu verkürzen gibt es nun zunächst ein Livealbum. Zum Paket gehört auch eine DVD, welche uns zur Rezension leider nicht vorliegt, somit kümmern wir uns um die CD.

Aufgenommen wurden die Konzerte im Juli 2014 in London und Bristol. Onslaught ackern sich auch „Live At The Slaughterhouse“ fast durch die komplette Karriere.
Der Sound ist fies und dreckig, aber die heftigen Riffs verkommen nicht zu einem Soundmatsch.
Sänger Sy Keeler ist ein Thrash Sänger alter Schule, ohne Rücksicht auf seine Stimmbänder keift er sich durch neuere Songs wie „66´ Fucking ´6“ oder „Chaos Is King“.

Mir fällt allerdings auf, dass das Publikum auf „Live At The Slaughterhouse“ oft nicht zu hören ist. Wenn die Band allerdings die alten Gassenhauer „In Search Of Sanity“, „Onslaught (Power From Hell) oder das kultige und fast schon punkige „Thermonuclear Devastation“ aus der Hüfte schiessen, dann hört man die Fans der Band ganz leise.

Ein wenig mehr Mühe hätte man sich aber beim Plattencover geben können. Einfach das Cover des letzten Studioalbums grün einfärben ist doch etwas simpel!

Wer auf ungezügelten Thrash Metal steht der wird von „Live At The Slaughterhouse“ gut bedient werden.

Onslaught-Live-At-The-Slaughterhouse

1. The Sound Of Violence
2. Killing Peace
3. Chaos Is King
4. Let There Be Death
5. Children Of The Sand
6. Rest In Pieces
7. 66 ‚Fucking‘ 6
8. Destroyer Of Worlds
9. In Search Of Sanity
10. Fight With The Beast
11. Metal Forces
12. Onslaught (Power From Hell)
13. Thermonuclear Devastation

Bonusmaterial (DVD)
– 20 Min. Dokumentation
– Musikvideo “66 Fucking 6”
– Teaser

Onslaught – Website

Onslaught - Live At The Slaughterhouse (26.02.2016/ AFM Records)
3.6Gesamtwertung