Was erwartet man von einer Band, wo u.a. Colin Edwin (Bass; u.a. Porcupine Tree) und Pat Mastelotto (drums; u.a. King Crimson) mitwirken? 2 absolute Prog-Ikonen.

Richtig – keine Fahrstuhl-easy-listening Musik. Das totale Gegenteil natürlich, spaciger avantgarde-progrock- Mix. Natürlich mit einer KING CRIMSON – Schlagseite.

11 sehr unterschiedliche Tracks die ca. alle abgefahrenen Genres bedienen – ihr steht auf japan-elektro-jazz? Man muss sehr open minded sein um sich hier zu Hause zu fühlen. Die Opener „jellyfish“ und „breakdown“ sind da noch sehr groovig und rockig gehalten um bei den nächsten Tracks die Space-Keule auszupacken.

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Der Hörer muss sich komplett auf das gesamte Werk einlassen und versuchen Bilder und Klänge zu vereinen, dann wird er den Kontext erkennen und genießen. Ich gebe zu, es ist nicht einfach, manchmal ist selbst mir das zu spacig und es wird anstrengend am Ball zu bleiben. Aber man merkt, das alles einen Sinn hat auf dieser Platte und zum Schluss hält man den Daumen hoch. Am besten mit Kopfhörer geniessen und fallen lassen, damit man diese sehr schwer experimentellen Strukturen besser aufnehmen kann. Definitiv nichts zum nebenbei hören.

Die Produktion ist super – erstklassiges, erdiges, transparentes Schlagzeug und auch das Artwork ist klasse und passt total.

Also, alle KING CRIMSON Fans können natürlich bedenkenlos zuschlagen, der Rest erstmal vorsichtig reinhören.

Im Februar sind O.R.k. noch auf Tournee:

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Tracklist:

  • Jellyfish
  • Breakdown
  • Pyre
  • Funfair
  • Bed Of Stones
  • No Need
  • Vuoto
  • Dream Of Black Dust
  • Funny Games
  • Black Dust
  • The Insignificant
O.R.k. - inflamed rides (Hardworld, 29.1.2016)
4.0Gesamtwertung