Seit 1984 holzen sich NECRONOMICON schon durch das Thrash-Unterholz und haben sich dabei zurecht einen Kultstatus erspielt. Am Anfang noch mit etwas Punk-Schlagseite und ungewollt holprigen Thrash-Gehversuchen ist dann eine amtliche Melodic-Thrashband entstanden. Ja die „Jungs“ sind schon ne Weile Erwachsen. Einige Besetzungswechsel sorgten aber auch für mehr Qualität an den Instrumenten.

Auch das neue Werk „Pathfinder“ ist deutscher Melo-Thrash erster Kajüte. Mittlerweile ist es das achte Album der Thrasher. Nach etwas lahmen Beginn, bestechen schnell die guten Riffs und die amtliche Produktion, obwohl die Gitarren etwas „trocken“ wirken. Ich fühl mich immer irgendwie an DESTRUCTION erinnert, gibt schlechtere Vergleiche.

Mir gefällt der Mix aus lupenreinem Teutonenstahl und Speed/Thrash-Attacken sehr gut – bringt Abwechsung ins Spiel. „Reborn“ ist live später sicher ein geiler Mitgröhler. Das Tempo könnte aber ruhig öfter angezogen werden, aber das ist Geschmackssache. Gerade in Songs wie „Monster“ wird viel Wert auf Melodie und Atmosphäre gelegt – sehr gut. Wer allerdings ein reines Thrash-Album erwartet wird enttäuscht sein, klassischer Metal ist eher angesagt. Live sehe ich schon die Truemetallfäuste nach oben gehen.

Kein Song fällt ab, alle sind in etwas auf einem Level, also soweit gute Arbeit.

 

necronomicon

Fazit:

Gute Metal-Scheibe, Jedem zu Empfehlen der auf schnellen Metal mit Melodie steht. Dieser Stil des Melodic-Thrash ist nicht so oft vertreten in der Szene und sollte auf jeden Fall angetestet werden.

Anspieltip: „Monster“

 

Tracklist:

  1. Pathfinder… Between Heaven And Hell
  2. Betrayed
  3. Inside The Fire
  4. Reborn
  5. Under The Gun
  6. We Are The League
  7. Alone In The Dark
  8. Farewell To A Friend
  9. Monster
  10. Out Of Hell
NECRONOMICON - Pathfinder...between heaven and hell (Trollzorn/Soulfood, 27.11.2015)
4.0Gesamtwertung