Als ich vor knapp zwei Jahren das Album „Oscillation“ der Niederländer Navarone zur Rezension erhalten habe, habe ich noch etwas flapsig angemerkt, dass der Navarone mehr nach einer italienischen Süßspeise als nach handfester Rockmusik klingt. Tja, so kann man sich täuschen!

Daher habe ich mich gefreut auch das neue Album „Salvo“ übernehmen zu können. Die alten Trademarks wie knackige Rockriffs und Retro- und Grungeflair sind geblieben, aber die Band hat an sich gearbeitet und ihr ohnehin schon weites Klangspektrum noch etwas erweitert.

Songs wie „Reset“ überraschen mit dickem Funkanteil und somit erinnern Navarone direkt mal an die besseren Zeiten einer Band wie Extreme. Bevor dieser Überraschungssong ertönt, kann man sich aber zunächst den schicken Rocker „The Strong Survive“ in den Gehörgang jagen.

Wer es lieber etwas gediegener hat, der mag sich „Cerberus“ als Appetizer geben. Zwischen den harten Gitarren streuen die Niederländer immer feinen und sehr relaxten Gesang ein.

Abschließend bleibt eigentlich nur festzustellen, Navarone werden mit jedem Album vielseitiger. Zum Alternative-Rock-Sound der Band gibt es nun leichte progressive und funkige Elemente und somit bekommt man hier ein sehr vielseitiges Rockalbum!

Antesten!

 

  1. The Strong Survive
  2. Reset
  3. Waste
  4. Cerberus
  5. SøReal
  6. Surrender
  7. Fire
  8. Another Way
  9. Mind’s Eye
  10. Who Are You

 

http://www.navaronemusic.com/

Navarone - Salvo (Suburban Records, 29.03.2019)
4.3Gesamtwertung