Alles neu macht der Labelwechsel! Manchmal ist das so, im Fall der Death-Doomer Nailed To Obscurity allerdings nicht. Auf ihrem ersten Album für das Donzdorfer Label Nuclear Blast macht die Band eigentlich genau da weiter, wie sie auf ihrem Album netten Album „King Delusion“ aufgehört hat.

Das soll aber nicht heißen, dass die Niedersachsen sich nicht weiterentwickelt haben. Ganz im Gegenteil, „Black Forest“ klingt etwas erwachsener und ist leichter zugänglich als der sperrigere Vorgänger. Bands wie Katatonia haben im Sound der Band schon immer ihre Spuren hinterlassen, dies hat sich auch auf dem neuen Album nicht geändert!

Der Titelsong steht am Anfang des Albums. „Black Forest“ fängt ganz gemächlich an, kesselt aber nach etwa zwei Minuten richtig los. Allerdings verfällt die Band nie in die Death-Metal-typische Raserei. Nailed To Obscurity verbleiben im Midtempo, nehmen selbst hier noch manchmal ein wenig Geschwindigkeit raus. In diesen Momenten kommt dann der Doom Metal durch!

Der Sänger überzeugt auf dem kompletten Album durch seine Vielseitigkeit. Egal ob clean oder mehrheitlich guttural unterwegs, er trifft immer die richtige Stimmung. Besonders auffällig ist dies im Song „Tears Of The Eyless“, der Wechsel vom leisen Säuseln zu den fiesen Growls erfolgt hier ansatzlos!

„Resonance“ ist für mich der schönste Song von „Black Forest“. Ruhig, melancholisch und  manchmal sehr fies. Hier zeigt die Band ihre Variabilität.

Klasse Album!

 

01. Black Frost
02. Tears Of The Eyeless
03. The Aberrant Host
04. Feardom
05. Cipher
06. Resonance
07. Road To Perdition

http://www.nailedtoobscurity.com/

 

Photo credit: Ester Segarra

Nailed To Obscurity - Black Frost (Nuclear Blast, 11.01.2019)
4.0Gesamtwertung