Mull Historical Society ist Colin MacIntyre ist Musik ist Literatur ist Leidenschaft. Mit „Dear Satellite“ ist am 08.04. das mittlerweile siebte Album des Schotten, der mit dem Wort „Stillstand“ so wenig anfangen kann.

Das von Don Morley produzierte Album pendelt irgendwo zwischen Songwritersongs, Pop, Indie und dem einen oder anderen Folkbesuch.

Im Song „The Ballad of Ivor Punch“, der von seinem genauso genannten Buch handelt, könnte man sogar fast schon von Indierock sprechen, wenn auch die gezogenen Vergleiche mit Arcade Fire meiner Meinung nach ein wenig hinken.

In „All the Love Remains“ haben wir einen Songwriterpopsong, der ständig einen 80er Jahre Touch mit sich rumschleppt und bei mir nicht so recht zünden will. Dafür gibt es dann aber diese Indiepopsongs, wie z.B. „Try to be You“, die ein wenig Britpop mitbringen und sich eingängig, locker und positiv in die Hörgänge schmeicheln. Ob sie da auch lange hängen bleiben, wird sich noch zeigen. Aber die unanstrengende Popmusik des sympathischen Inselbewohners kommt genauso lässig rüber wie er auch selbst.

Auf jeden Fall habe wir hier einen Anspieltipp für ein ziemlich breites Publikum. Vom Indiehörer bis zum Britpopfan.

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  1. Build another Brick
  2. Sleepy Hollow
  3. This little Sister
  4. Why do they go so soon
  5. Bones
  6. The Ballad of Ivor Punch
  7. All the Love Remains
  8. Each other
  9. Try to be you
  10. Farewell to Finisterre

 

Mull Historical Society - Dear Satellite (Xtra Miles Recordings, 08.04.2016)
3.3Gesamtwertung