Entschleunigung ist gerade so ein Thema für mich. Und da Musik eine mega Rolle in meinem Leben spielt, muss ich einfach ab und zu mal den Punkrock zur Seite legen und auch musikalisch ein wenig auf die Bremse treten. Und das tut gut. Mir zumindest. Kopfmäßig und für das Seelenleben.

Eine Band, die da unbedingt reinpasst sind die Londoner von Mt.Wolf.  Schnell ist man mit dem Vergleich zu Justin Vernon und Bon Iver dabei. Und gar nicht mal zu unrecht.

Wenn man eine ordentliche Prise Folk Rock nimmt und die mit elektronischen Bauteilen anreichert, dazu einen gehauchten Kehlkopfgesang und eine Stimmung wie in der schönsten und wildesten Landschaft packt, kommen da Songs raus wie auf Aetherlight. Man wird an die Hand genommen und durch Klangwelten getragen, die sich aufbauen, halten und sanft wieder zu Hause vor seinem Plattenspieler absetzen.

 

 

 

Und damit es nicht langweilig wird, hat Sänger Sebastian Fox eine abwechslungsreiche Stimme, die an einer Stelle mit Tiefe eine düstere Atmosphäre erzeugen und im nächsten Moment glasklar um die Ecke kommen kann.

Hier haben wir also 60 Minuten ausgereifte und anspruchsvolle Musik, die dich in den Arm nehmen und dir gut tun kann. Wenn du dich darauf einlässt. Sollte man. Lohnt sich!

 

 

  1. Intro
  2. Heavenbound
  3. Soteria
  4. Hamburg
  5. Behoemia
  6. Kenobi
  7. Dorji
  8. Hex
  9. Anacrusis
  10. Tucana
  11. Starliner II
  12. The Eletric
  13. Exit (With Burgs)

FACEBOOK

Mt.Wolf - Aetherlight (23.06. / CRC Music)
4.5Gesamtwertung