Morning Bell ist die Kopfgeburt des Dänen Ole Grarup, der bis auf das Schlagzeug gleich mal alles einspielt und -gesungen hat. Ein Mann der sich durchaus Gedanken über die chaotische Welt um ihn herum macht. Und das Produkt seiner Gedanken ist etwas das er „Dystopian Rock“ nennt. Folgerichtig, denn Morning Bell zeichnen in ihren Texten ein düsteres Bild der Zukunft – inklusive dem Wiederaufstieg der nationalen Rechte, unstillbarem Konsumhunger und dem Klimawandel.

Nur gut, dass die Musik des Projekts nicht so schwer und dunkel klingt. Die beiden Songs der Doppel-Single „Come Rain Down / Drown“ kommen sogar ziemlich leichtfüßig daher. Man spielt eine Art alternativen Rock. Mal treibend mit metallischer Wucht, dann wieder etwas gemächlicher und melancholisch. Modern produziert und stets mit einer latent poppigen Note versehen. Der weiche Gesang steht dabei etwas in Kontrast zum ruppigen Sound der Gitarren („Come Rain Down“). „Down“ gefällt gar mit einem eingängig schmeichelnden Refrain und lebt von seiner melodiös-eingängigen Note.

Diese acht Minuten zeichnen ein durchaus interessantes Bild und man ist gespannt was vonseiten Morning Bell wohl noch kommen mag.

 

Trackliste:
1. Come Rain Down
2. Drown

 

https://www.facebook.com/morningbelldystopianrock