Dass englische Wort „Threnodies“ bedeutet in der deutschen Sprache „Klagelieder“ tatsächlich passt dieses Wort als Titel zum neuen Messenger Album ziemlich perfekt. Die britischen Progressive Rocker liefern auf „Threnodies“ sieben sehr melancholiche Songs ab, welche man irgendwo zwischen Post Rock, Radiohead und Pink Floyd verorten könnten. Diese musikalische Mixtur klingt jetzt ziemlich wild, allerdings schafft die Band es diese reichhaltigen Einflüsse in ein paar Ohrenschmeichler zu verpacken!

Die Songs von „Threnodies“ sind zugänglicher geworden. Vergleicht man das Album mit seinem Vorgänger „Illusory Blues“ dann hört man schon im ersten Durchlauf, das Messenger mehr Wert auf Gradlinigkeit gelegt haben. Vertrackte Songstrukturen gibt es kaum noch.

Der Opener „Calyx“ klingt zunächst fast etwas „schlafmützig“ und auch seltsam. Es dauert ein wenig, bis man sich den Song schöngehört hat. Hat man allerdings den Zugang zur Musik gefunden, dann entwickelt der Song melancholische Größe.

„Oracles Of War“ ist dann von einem anderen Kaliber, auch melancholisch, aber das heftige Gitarrenriff, mit welchem der Song eröffnet wird, hätte auch auf von einem frühen Black Sabbath Album stammen können. Der Song prescht im Uptempo vor Sänger Khaled Lowe legt hier die Lethargie in seiner Stimme vollkommen ab.

„Balearic Blue“ ist entspannter Post Rock mit Gesang, hier musste ich erstmalig an Radiohead denken. „Celestial Spheres“ ist mein Highlight des Albums der Song fängt sehr ruhig an und baut sich dann auf. In der Mitte des Liedes packt die Band eine Orgel aus und klingt dann schön Retro.

Menschen, welche sich in den oben genannten musikalischen Genres wohlfühlen, die sollten dem neuen Messengers Album eine Chance geben, „Threnodies“ ist gut geworden

Press_cover

1. Calyx
2. Oracles Of War
3. Balearic Blue
4. Celestial Spheres
5. Nocturne
6. Pareidolia
7. Crown Of Ashes

 

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Messenger - Threnodies (InsideOut, VÖ 22.04.2016)
4.1Gesamtwertung