Meshiaak kommt aus dem Hebräischen und steht für Messias, die Band kommt allerdings nicht aus Israel, sondern aus Australien. Vom anderen Ende der Welt bringt die Band ihr zweites Album „Mask Of All Misery“ mit. Ihr erstes haben sie mit der Hilfe von Testament-Drummer Jon Dette eingespielt, dieser ist nun nicht mehr mit von der Partie. Ob der musikalischen Qualtität die Meshiaak hier abliefern, scheint es mir, als ob die Band auch nicht viel Hilfe nötig hat!

Die Australier spielen eine interessante Mischung aus Power und Thrash Metal. Oft sind beide Stile in den einzelnen Songs gut ausbalanciert, aber an ein paar Stellen haut die dann auch mal einfach ein Thrash-Metal-Brett raus. Ein Beispiel dafür, ist der abschliessende Songs „Godless“. Hier geben Meshiaak ordentlich Gummi und knüppeln sich durch den härtesten Titel von „Mask Of All Misery“.

Das eröffnende „Miasma“ ist dann eher einer der Songs welche die Power-Metal-Schlagseite zeigt. Drückend und ein fetter Groove machen den Song zu einem guten Opener. Das erste richtige Aha-Erlebnis gibt es aber dann beim folgenden Titeltrack! „Mask Of All Misery“ verbindet beide Stile gut, und zeigt, dass die Kleinstaaterei im Metal-Sektor oft ziemlich hirnrissig ist. Der Blick über den Stil-Tellerrand ist ausgesprochen spannend.

Eine schmissige Powerballade haben Meshiaak mit „Doves“ auch am Start. Was will man mehr?

Spannendes Album!

 

01. Miasma
02. Mask Of All Misery
03. Bury The Bodies
04. City Of Ghosts
05. Face Of Stone
06. Tears That Burn The Sun
07. Doves
08. In The Final Hour
09. Adrena
10. Godless

 

Photo Credit: Karina Wells

Meshiaak - Mask Of All Misery (Mascot, 15.11.2019)
4.3Gesamtwertung