Die Bolt Thrower / Benediction Erben Memoriam wollen wohl nichts anbrennen lassen. Seit der Bandgründung 2016 legen die Briten ein ordentliches Tempo vor. Ein Jahr nachdem das Debütalbum „For The Fallen“ erschienen ist, steht schon Album Nummer Zwei in den Startlöchern.

„The Silent Vigil“ macht dann auch genau dort weiter, wo die Band bei ihrem ersten Album aufgehört hat. Man könnte fast meinen, die beiden Alben wären in einem Rusch geschrieben worden. Sind sie aber wohl nicht. Dem Veröffentlichungstempo der Tonträger kommen die ersten beiden Songs von „The Silent Vigil“ allerdings nicht nach.

„Soulless Parasite“ und „Nothing Remains“ lassen es bewusst langsam angehen. Wobei „Nothing Remains“ schon mit Uptempo startet, aber nach den ersten Takten schlägt die Band fast eine Gangart ein, welche vielen Sludge Metal Bands zur Ehre gereicht.

„From The Flames“ zieht dann im Tempo etwas an, allerdings plätschert der Song ein wenig ziellos vor sich hin.
So richtig gut wird es dann erst wenn Memoriam den Song „Bleed The Same“ auspacken. Hier stimmt die Balance zwischen fast schon sanften Tönen und den zermürbenden Gitarrenwänden.

Mein zweites Highlight von „The Silent Vigil“ ist „As Bridges Burn“. Die Band ist halt am besten, wenn sie im Tempo etwas anzieht und den Metalhammer kreisen lässt. Und genau das passiert hier in diesem Song.

Leider passiert dies auf „The Silent Vigil“ dann aber auch viel zu selten und somit gebe ich dem Debütalbum doch knapp den Vorzug!

01. Soulless Parasite
02. Nothing Remains
03. From The Flames
04. The Silent Vigil
05. Bleed The Same
06. As Bridges Burn
07. The New Dark Ages
08. No Known Grave
09. Weaponised Fear

http://www.memoriam.uk.com/

 

Photocredits; Anne Swallow

Memoriam - The Silent Vigil (NuclearBlast, 23.03.2018)
3.8Gesamtwertung