Mit Festivals assoziiert man gemeinhin immer noch Sonne, Campen, (vermeintlich) große Bands und Exzess. Dank diverser Showcasefestivals sowie immer mehr angenehmer, kleinerer, mitunter fast schon familiärerer Festivals weicht diese Assoziation langsam.

Ein Musterbeispiel schlechthin für angenehme, kleine, familiäre Festivals sind die Melodica Festivals dieser Welt. 2007 in Melbourne das Licht der Welt erblickend, ist die Idee des Melodica Melodica Festival CologneGedankens ein intimes DIY-Singer-/Songwriter-Festival von Musikern für Musiker.
Weder eine große Bühne noch eine große Gage lockt die Musiker. Vielmehr ist es eher ein großes Musik-Familienfest: man tauscht sich aus, musiziert mitunter gemeinsam und schätzt die Interaktion mit dem Publikum. Diese Idee macht Spaß und steckt an. So finden sich mittlerweile weltweit Melodica Festivals. Es gibt sie in Aarhus, Berlin, Brighton, Groningen, Hamburg, New York, Nottingham, Oslo, Paris, Reykjavik, Sydney, Trier, Wien und seit Beginn des Jahres auch in Wuppertal.

Auf die Idee einen Ableger des Melodica Festivals auch in Köln zu etablieren kamen Fabio Bacchet (Hello Piedpiper), Maik Iser und Stefan Honig (Honig) nach eigenen Melodica Erfahrungen auf anderen Festivals vor sechs Jahren. Seitdem ist Köln Mitte März um ein jährliches Festival reicher. Als passende Heimat wurde das Rubinrot (für den freitäglichen Warm Up Abend) und der Weltempfänger (für Festivalsamstag und -sonntag) gefunden.
Zwar platzt er, gerade zum Abend hin, aus allen Nähten – Charme und Infrastruktur wiegen dies aber auf. Und natürlich spielt jeder Musiker lieber vor vollem Haus als vor zwei, drei Zuhörern. Es lohnt sich also dementsprechend früh da zu sein.

Dieses Jahr findet das Melodica Festival am 17. und 18. März ab 15:30 Uhr statt.
Tags zuvor gibt es die traditionelle Warm Up Party mit drei Bands ab 20 Uhr im Rubinrot.

Der Eintritt ist an allen Tagen spendenbasiert. Das Line Up liest sich immer wie das Who is Who der nationalen und internationalen Singer-/Songwriterszene gespickt mit lokalen Künstlern und interessanten Neuentdeckungen.
Wann wer auftritt, wird kurz vorher auf der Facebook-Veranstaltung des Festivals bekannt gegeben.
Je nach Tageszeit hat das Festival seinen eigenen Reiz und Charme:
am frühen Nachmittag ist es ruhig, entspannt und familienfreundlich. Manch einer erholt sich noch bei angenehmen Klängen vom vorabendlichen Gärtner (lokaler Kräuterlikör). Im Laufe des späten Nachmittags wird es dann voller und zum Abend hin mitunter gar schweisstreibend.

Dieses Jahr ist auch wieder eine bunter Strauß internationaler Künstler zu Gast.
Ganz im Melodica Sinne spielen drei Veranstalter anderer Melodica Festivals in Köln:
Ava Freddy (Oslo), Kendy Gable (New York) und Bernhard Eder (Wien). Dazu gesellen sich nationale wie internationale Musiker: Becca Leigh (USA), Bender & Schillinger (D), Blue Eskimo (NL), Elda (D), Gregor McEwan (D), Hanna von Bergen (NOR), I am Oak (NL), Mevrouw Tamara (NL) Jordan Prince (USA), Marla & David Celia (D + CA), Paper Beat Scissors (UK/CA), St. Beaufort (D) und Vikings in Tibet (NL). Es wird wunderbar!

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