Der Begriff Legenden wird ja zuweilen recht oft überstrapaziert… wen gibt es nicht alles, der auf einmal irgendwie legendär ist, oder?!

Die Herren von MDK (Abkürzung für Mekanik Destrüktiw Komandöh) haben diesen Status aber bereits vor 35 Jahren als allererste Berliner Punkband erwerben dürfen.

Wir schreiben das Jahr 1978 – Volker Hauptvogel, seines Zeichens von Bremerhaven nach Berlin immigrierter Schriftsetzer gründete mit Edgar Domin das Mekanik Destrüktiw Komandöh, welches Jahre später Jello Biaffra kennenlernen sollte und sich daraufhin einen Namen in der internationalen Punkszene machen konnte.

Drei Jahrzehnte später haben sie nun mit der „manifestation“ ein neues Album heraus gebracht und frönen weiter ihrem Avantgarde-NewWave-Punk vergangener Tage.

Unter den Fittichen von Axel Dill (Abwärts) wurde das neue Album im letzten Jahr im Studio BuildingSite gemeinsam mit Jon Caffery, der auch verantwortlich für Produktionen von Pink Floyd, den Sex Pistols, oder auch den Toten Hosen ist, in nur fünf Tagen aufgenommen.

Unter dem Strich ist „manifestation“ ein klassisches Konzeptalbum geworden, irgendwo zwischen abgedrehter Improvisation und freakigen Punk-Atitüden… und für mich zugegebenermaßen ein wenig zu durchgedreht, nehmen wir „Alles in den Arsch“ mal als Beispiel! – das Gebläse macht mich total fertig.

Aber kein Problem, bekomme ich doch direkt danach den Auftrag mir das Leben zu nehmen… bevor ich wirklich noch Unsinn mache, oder das „Mörderlied“ allzu wörtlich nehme, mache ich mich lieber schnell aus dem Staub!

Jungs, nehmt es mir nicht übel, aber irgendwie kriege ich nicht die Kurve… so häufig ich auch auf „Repeat“ drücke!

 

 

Titel:
1. Es geht weiter
2. Alles in den Arsch
3. Nimm dir das Leben
4. Blitze Über Kreuzberg
5. Man wohnt nicht mehr im Kiez
6. Mörderlied
7. Heinrichplatz
8. Rhythmus des Lebens
9. Berlin
10. Worte werden zur Musik

BANDINFOS

MDK - manifestation (Destiny Records/Broken Silence, 04.08.2017)
2.3Gesamtwertung