Hier, wie versprochen, das Interview mit Rene (Gitarre) von MAYFAIR zu der tollen Scheibe „my ghosts inside“. Das Review dazu findet ihr HIER

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Marc: Hallo Rene, vielen Dank, das du dir die Zeit nimmst. Mit „my ghosts inside“ kommt ja nun euer 2. Werk nach der Reunion in die Läden. Ohne dem Leser jetzt schon zu viel zu verraten, finde ich, das es leichte Unterschiede zwischen den beiden Platten gibt. Siehst du das auch so und was waren die Gründe deiner Meinung nach?

Rene: Man muss wissen das wir an die 1000 Stunden gemeinsam für das neue Album gewerkelt haben. Dadurch ist vieles zusammengewachsen. „Schlage“ war der Weg hierhin, so wie „ghosts“ der Schritt zum nächsten Schaffen sein wird. Wiederholung hat es nie gegeben bei uns, dies ist der Anspruch den wir musikalisch leben.

Marc: Lief das Songwriting ähnlich wie zur letzten Platte oder habt ihr bewusst etwas geändert?

Rene: Bewusst nicht, nein. Vieles hat sich aber entwickelt, vor allem das Rhythmusgespann hat sich hier noch weit mehr eingebracht als zuletzt. Außerdem war irgendwann klar, das wir an einem Konzept-Album werkeln, das vor allem im Gesamten wirken wird. Eine ungemeine Herausforderung die unseren Horizont erweitert hat.

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Marc: Der Bass ist dieses mal viel präsenter. Hat der Johannes sich mehr in die Songs einbringen können?

Rene: ´Hannes war hier von erster Stunde an ins Songwriting involviert. In der Entstehung von „Schlage“ ist er erst zur Halbzeit zu uns gestoßen. Zusammen mit Jolly (Drums) hat er den Rhythmischen Teufel raus gekehrt.

Marc: Mario hat sogar das Growlen entdeckt. Wie kam es dazu?

Rene: Sein Spektrum kennt keine grenzen, mancher Part schreite förmlich nach Growls sowie weiteren Facetten.

Marc: Das Cover ist ebenfalls großartig geworden. Wie ist es entstanden?

Rene: Unser eigentlicher Entwurf landete bei unser Grafikerin, eine hochtalentierte junge Künstlerin. Diese hat uns dann aber diesen Vorschlag gemacht und damit mal wieder einen Volltreffer gelandet. Wie mit all unseren Partnern arbeiten wir stets sehr eng und verbunden zusammen, meist über sehr langen Zeitraum. so kommt es dann zu Mayfair-persönlichen Erfolgen wie dieses Cover, Sound des Albums, 1a live Sound, crazy gigs …

Marc: Eure größten Fans sind in Griechenland und auch Deutschland. In Österreich, eurer Heimat ist der Rummel eher verhalten. Zumindest nicht so groß wie es für die Heimat sein sollte. Was denkst du darüber?

Rene: Das mit Ösiland stimmt leider, geht aber wohl vielen europäischen Bands so in ihrer Heimat. Genauso stark schätze ich aber unsere Fanbase in Brasilien, Kanada und auch USA ein, dort sieht man dies aber von außen nicht, da wir diese Länder nicht bereist haben bislang.

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Marc: Euch ist die Fan-Nähe wichtig und ihr nehmt euch auch immer Zeit für eure Anhänger. Leider ist dies in der Szene nicht üblich. Wie siehst du das?

Rene: Unsere Fans haben uns durch Jahrzehnte begleitet, sind alle Wege mit uns gegangen. wenige Bands sind mir bekannt die dies so erleben dürfen. Unsere Brigade ist allgegenwärtig und wir genießen jede Sekunde die wir gemeinsam verbringen dürfen. Wenn Band XY davon nichts hält, muss man das akzeptieren, lassen wir doch „Rockstars“ Rockstars sein. Sie wissen nicht was für tolle Zeiten ihnen entgehen, am Ende haben sie nichts und wir noch immer Freunde aus aller Welt.

Marc: In der Metalszene ist der Retro und Oldschool Trend total angesagt. Dies sieht man auch immer wieder auf den Festivals, welche Bands da gebucht werden. Innovative oder ausgefallene Bands und Genres kommen da kaum zum Zuge. Siehst du das auch kritisch?

Rene: Es ist das gute Recht jedes Veranstalters sich die Bands auszusuchen. Die Konkurrenz unter den Veranstaltern wächst, und ein einziges schlecht besuchtes Festival kann den Ruin bedeuten. Ein Vorteil für Bands wie uns mag sein, das wir stets die Clubs gut zu füllen vermögen, da man uns Dank Nichtbeachtung von Festivals nur so zu sehen bekommt.

Marc: Wie sieht eure Live-Planung aus. Ein Paar Dates im Süden sind ja schon fest, können wir da noch mehr erwarten? Im Norden warten ja auch große Fans auf euch 🙂

Rene: Wir werden uns wie eh und je sehr rar machen live. Dies liegt nicht zuletzt an den Umständen wie Budget, Familien und Job. Aber keine Angst, der Herbst wird unter anderem dem Norden gewidmet sein.

Marc: Wie wichtig ist der Erfolg der Band für dich und was ist überhaupt Erfolg?

Rene: Wir sind meinem Empfinden nach wohl eine der erfolgreichsten Bands überhaupt, ich hätte alles falsch gemacht wenn dies nicht wichtig wäre für mich.

Euer Stil ist sehr einzigartig, wie ist der Kontakt zu anderen Bands, die ja meistens aus anderen „Metal“-Bereichen kommen?

Wir sind sehr verschworen mit Bands die sich ähnlich gestalten, die Musik so leben wie wir das tun. So ergeben sich dann auch mal live-Highlights mit Bands wie etwa Bleeding, Doomocracy, Kenn Nardi …

 

Und diese Highlights darf man sich nicht entgehen lassen:

15.04.16 Feldkirch, Austria/ CD release show
16.04.16 Munich, Germany/ CD release show
21.04.16 Innsbruck, Austria
22.04.16 Vienna, Austria
21.05.16 Brescia, Italy