Die Nordiren Maverick machen die Art von Musik, welche ich gerne als Cabrio-Mucke bezeichne. Das meine ich jetzt gar nicht negativ. Cabriodach auf, CD in Radio schieben und dann einfach locker durch die Gegend fahren. Die Musik die dazu gut geeignet ist, ist einfacher Hard Rock mit deutlicher 80er Jahre Schlagseite.

Und die genau die kommt bei fast jedem Takt des zweiten Album der Band durch. „Big Red“ ist voll von diesen süßlichen Melodien, von denen Bands wie Winger und Faster Pussycat anderthalb Jahrzehnte gut gelebt haben. Ob dies in der Zeit der knarzigen Retro Rocks noch gut ankommt wird sich zeigen.

„All For One“ drückt mächtig. So war der Hard Rock vor ungefähr 25 Jahren, nur nicht ganz so gut produziert! Eingängig und tight gespielt. „Free“ wäre damals direkt in in die Charts geschossen. Die Melodie ist zum niederknien, wenn man diese Art des Hard Rocks mag, und das tue ich!

„The One“ ist mir etwas zu schmalzig, also lieber direkt weiter zum nächsten Track. „Mademoiselle“ klingt auch irgendwie schmalzig, das täuscht aber, den der Song grooved wie die Hölle. Hier wird der Lautstärkeregler nach oben geschoben! „Forever“ kling fast etwas dunkel somit fällt diese schnelle Nummer etwas aus dem Rahmen, was der Abwechslung auf „Big Red“ aber gut tut.

Der beste Song wartet fast am Ende des Albums. „Asylum“ ist der härteste Song des Albums und überschreitet fast die Grenze zum Metal. Die gruselige Ballade „Fly Away“ kann man sich dann schenken!

Maverick Big Red Cover Web[1]

1.All For One
2. Free
3. The One
4. Mademoiselle
5. Forever
6. In The Night
7. Whisky Lover
8. Renegade
9. Beyond The Gates
10. Asylum
11. Fly Away

https://www.facebook.com/MaverickBelfastuk/

Maverik - Big Red (Metalopolis, 26.08.2016)
3.6Gesamtwertung