Von der Plattenfirma werden Man With A Mission als Japans größte Rocksensation angekündigt. Na gut, da ich beruflich und privat recht gute Kontakte ins Land der aufgehenden Sonne habe, habe ich natürlich mal nachgefragt. Zumindest in meinem Bekannten- und Freundskreis in Japan ist die Band tatsächlich eine etwas größere Nummer und fährt auch mit ihren Alben immer respektable Platzierung in den dortigen Charts ein. Also, mit frischen Ohren einfach mal reingehört!

Rein musikalisch gesehen will die Band nicht wirklich zwischen all die Metalbands ins Programm von Century Media passen. Man With A Mission sind im modernen Indie Rock unterwegs und scheuen sich auch nicht die Grenze zum Pop an der einen oder anderen Stelle zu übertreten.

Der Opener „2045“ startet das Album dann mit einem recht einfach gehaltenen Rhythmus. Später klingen ein paar Drums durch, welche im Tribalstyle angeschlagen werden. Leicht angezerrte Gitarren geben dem Song den letzten charttauglichen Schliff.

Die Beschreibung welche ich hier zu „2045“ abgegeben habe lässt sich fast beliebig für die anderen Songs des Albums wiederholen. Lediglich einzelne Elemente werden ausgetauscht. Manchmal gibt es eine Rap Einlage, verschiedentlich werden die Gitarren noch etwas hoch- oder runtergefahren und dabei wird immer schön darauf geachtet das die Melodien mit hohem Pattexfaktor daherkommen und nicht mehr aus dem Gehörgang raus möchten.

Alles ganz nett, aber über die gesamte Spielzeit wirkt das Album „Chasing The Horizon“ zu aufgesetzt und zu konstruiert.

Ich bin gespannt, ob die Band mit ihrer Interpretation von Indie Rock in Europa einen Fuß auf den Boden bekommt!

01.2045
02.Broken People
03.Winding Road
04.Hey Now
05.Please Forgive Me
06.Take Me Under
07.Freak It!
08.Break the Contradictions
09.My Hero
10.Dead End in Tokyo
11.Chasing the Horizon
12.Find You
13.Dog Days
14.Sleepwalkers

https://www.mwamjapan.info/

Man With A Mission – Chasing The Horizon (Century Media, 10.08.2018)
2.5Gesamtwertung