Mähthräshthewörld! Mit diesem Schlachtruf kommt das Gespann MÄHTHRÄSHER frisch vom Tuner. Nach dem vor ungefähr zwei Jahren eine Umbesetzung am Mikrofon stattgefunden hat, liegt nun der erste Silberling der vier Bonner vor mir auf dem Schreibtisch.

Wie eine wildgewordener Mähdräscher walzen MÄHTHRÄSHER alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt. Harter Thrash Metal mit Hardcore und Death Metal Einschlägen brüllt einem aus den Boxen entgegen. Der Name ist also Programm.

Los geht es mit „Bouncing Powder“. Mit flotten Gitarren hinterlegt growlt sich Patrick Roth durch die erste Nummer. Geil gemacht mit vorhandenem Kopfschüttel-Potenzial. Sehr interessant ist vor allem die Anti-Drogen Thematik des Songs.

Der Titelsong des Albums geht dann auch wieder direkt und ohne Umschweife zur Sache. Die Jungs pflügen sich durch „Killing Fields“ wie ein Fendt 9490 X durchs Weizenfeld.

Etwas strange wird es dann bei dem Intro von „Bones“, denn ungefähr so hört sich das auch an. Hier überwiegt eindeutig der Death Metal, jedenfalls in den Lyrics. Die Nummer musikalisch einzuordnen fällt nicht so leicht, da sollte man sich am besten mal selbst ein Bild von machen.

Auch „Doomblood“ macht es einem da nicht einfacher. Allerdings passt der Mix, die Nummer wirkt konsistent und solide. Das musikalische Gefüge wird durch Rhythmuswechsel angenehm aufgelockert.

Der absolute Anspieltipp ist für mich „Fascination“. Sehr abwechslungsreich mit einem Hammer Refrain. Anlage aufreißen, zurücklehnen und genießen.

Mit „Thräsh Ättäck“ haben MÄHTHRÄSHER eine astreine Thrash Metal Hymne geschaffen. Gleichwohl mir der Song mit nicht gegrowlten Vocals noch besser gefallen würde. Trotzdem, eine geile Nummer.

Die letzte Nummer der Scheibe sprengt mit mehr als 12 Minuten Spielzeit fast schon meine Aufmerksamkeitsspanne. Auch wenn das im Metal keine Besonderheit mehr ist, „Drowning“ ist anders, glaubt es mir.

cover_front.

Tracklist:

  1. Bouncing Powder
  2. Killing Fields
  3. Bones
  4. Doomblood
  5. Fascination
  6. Thräsh Ättäck
  7. Drowning

 

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MÄHTHRÄSHER – Killing Fields (Raechords, 04.12.2015)
3.8Gesamtwertung