„Wenn du nicht für eine Sache kämpfst, nimmst du nicht am Leben teil.“ Das ist das Motto des neuen Albums For The Cause der NYHC-Legenden von Madball, welches am 15. Juni 2018 das Licht der Welt erblicken wird.

Vier Jahre sind seit dem letzten Album Hardcore Lives vergangen, doch besonders eilig hatten es die New Yorker Jungs bekanntlich nie. Auch zum 30. Jubiläum von Madball ist die Band rund um Frontmann Freddy Cricien noch immer ganz in ihrem Element. Schon der erste Song Smile Now, Pay Later zeigt deutlich, dass die US-Amerikaner nichts von ihrer Power eingebüßt haben.

Zur Freunde der Band und aller Fans kehrte Matt Henderson für die Aufnahmen zurück zur Band. Der Gitarrist verließ Madball bereits im Jahr 2000 nahm aber dennoch immer wieder an Gedenkshows und Tourneen teil. Freddy bezeichnet Matt als Madball-Ehrenmitglied auf Lebenszeit.

Auf For The Cause gab sich auch die Prominenz der Szene keine Blöße, um am Album mitwirken zu können. Tim Armstrong (Rancid) war als Produzent eingespannt und auch Features von Ice-T (Bodycount), Sick Jacken (Psycho Realm) und Steve Whale (The Business) sind zu hören, was der Platte eine besondere Note beschert. Wer schon vorab eine kleine Kostprobe des Albums haben möchte, dem legen wir das bereits veröffentliche Video Rev Up nahe.

Der Stil des Albums wurde in typischer Madball-NYHC-Manier fortgesetzt, auch wenn sich die Band, wie auch schon auf Hardcore Lives, öfter beim Thrash Metal bedient, ist nahezu unverkennbar wer hier am Werk ist. Kurz und prägnant geht es meist im Zwei-Minuten-Takt durch das Album, wie bei einer Art Speed-Dating. Das Wichtigste auf den Punkt bringen und schon geht es zum nächsten Song.

Nach eigener Aussage der Band sind auf For The Cause mehr als die üblichen Register gezogen worden, was sich im Support von außerhalb wiederspiegelt. Auch wenn man es gewohnt ist, dass HC-Bands irgendwann monoton klingen ist dies hier auf den ersten Blick nicht festzustellen, zumal sich Madball stark auf die Texte konzentriert haben, damit ihre Message eindeutig verstanden wird. Was diese jetzt genau besagt lassen wir an dieser Stelle einmal offen um nicht alles vorweg zu nehmen, jedoch ist in der Einleitung des Artikels die Richtung bereits vorgegeben.

Letzten Endes kann man nur noch sagen, dass For The Cause ein Album ist, was der Band in jeder Hinsicht gerecht wird und wir uns auf weitere 30 Jahre Madball freuen.

 

 

 

  1. Smile Now, Pay Later
  2. Rev Up
  3. Freight Train
  4. Tempest
  5. Old Fashioned
  6. Evil Ways (feat. Ice-T)
  7. Lone Wolf
  8. Damaged Goods
  9. The Fog (feat. Tim Timebomb)
  10. Es Tu Vida
  11. For You
  12. For The Cause
  13. Confessions

 

http://madballhc.com/

 

Photocredits: Thony Oliver

Madball - For The Cause (Nuclear Blast, 15.06.2018)
4.1Gesamtwertung