Im Kosmos des deutschsprachigen Radiopop-Liedertums bewegt sich die Debüt-EP „Flimmern“ der in Berlin lebenden Sängerin und Komponistin Louka. Tut glücklicherweise nicht ganz so weh, wie sich das vermutlich liest.

Tief, warm und wohlig bettet sich die Stimme von Louka in ein poppig-modern arrangiertes Geflecht von Bass, Gitarre, Keyboards und wuchtigen Drums ein. Das angenehm klingende Organ der Sängerin steht dabei immer klar im Zentrum. Das wollen die Songs auf „Flimmern“ auch keinesfalls verstecken. Sie geben sich dabei zwar experimenteller als der gewöhnliche deutschpoppige Einheitsbrei, mit dem uns die Radiolandschaft in Deutschland förmlich erschlägt, finden aber genau hier auch ihre Nische. Gerade der Titeltrack „Flimmern“ würde dabei ganz wunderbar ins gängige Radioformat passen. Das ist zwar absolut nichts für den geneigten anglophilen Indie-Liebhaber, hat aber durchaus seine Daseinsberechtigung. Gerade auch, weil die Songs eben keinen Hehl daraus machen, wo sie hinwollen.

Mit der kurzweiligen Debüt-EP „Flimmern“, die neben den vier Tracks auch noch zwei Akustikversionen und zwei Livesession-Versionen enthält, beweist Louka, dass auch zukünftig mit ihr zu rechnen sein muss. Der ganz große Hit will ihr zwar noch nicht gelingen, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass genau dies bald passieren könnte. Ich werde zumindest bei Gelegenheit mal wieder das Radio einschalten, um zu prüfen, ob es geklappt hat.

Trackliste: 

01. Wann immer

02. Outro

03. Flimmern

04. Steine werfen

05. Wann immer (Spiegelsaal Session Live)

06. Outro (Spiegelsaal Session Live)

07. Flimmern (Akustik)

08. Steine werfen (Akustik)

 

LOUKA LIVE :

26.01.17   Berlin –  Club Gretchen (Four Music Abend)

11.02.17   Heidelberg – Kulturfenster

27.03.17   Köln – Yuca

28.03.17   München – Kranhalle

29.03.17   Berlin – Grüner Salon

30.03.17   Hamburg – Kleiner Donner

22.04.17   Stade – Hanse Song Festival

Louka - Flimmern (03.02.2017, Four Music)
3.5Gesamtwertung