Lizzard sortieren sich selber in der Schublade Art Rock ein. Bei diesem Genre bin ich immer etwas zurückhaltend. Der Grund dafür ist einfach, oft verlieren sich Bands dieses Genres in Schönheit und dudeln sich in den siebten Musikerhimmel, aber die Songs sind strunzlangweilig.

Anstelle der Band würde ich dieses Art Rock Ding aber auch nicht weiter vor mir hertragen, sondern einfach zu dem stehen, was die Band hier so durch die Lautsprecher drückt. Denn das was die britisch-französische Band hier fabriziert ist eine sehr feine Mischung aus Alternative-, Progressiv Rock und ein wenig Heavy Metal.

Um die musikalische Grenze auch direkt an ein paar Pfeilern festzumachen, Porcupine Tree, Tool, Devin Townsend und King Crimson tauchen immer mal wieder in der dichten musikalischen Atmosphäre des Albums „Shift“ auf.

„Shift“ lässt sich grob in zwei Teile aufdröseln. Der erste Teil des Albums ist etwas härter ausgelegt als die zweite Hälfte. Auf den späteren Songs des Albums übernehmen ruhigere Songstrukturen und Melancholie das Erscheinungsbild der Lieder.

„Singularity“ ist der erste Song des Albums. Nach dem ruhigen Intro packt die Band harte Riffs aus, welche im Stakkato Rhythmus mehr als ordentlich im Ohr hängenbleiben.

Die Songs von „Shift“ wechseln von harschen Strophen zu super harmonischen Refrains. Und die Wechsel passieren oft ansatzlos, dies sorgt oft für Überraschungen und hält das ganze Album sehr abwechslungsreich!

Später werden die Songs ruhiger und wie schon angemerkt auch melancholischer.

„Shift“ ist ein sehr interessantes Album!

Empfehlung!

1. Seed
2. Singularity
3. Gemini
4. Bloom
5. Shift
6. Min(E)d
7. Leaving The Dream
8. Open View
9. Passing By

 

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Lizzard - Shift (Metalville, 23.02.2018)
4.5Gesamtwertung