Ein kurzer Blick in die Historie von Lamb Of God zeigt, das letzte Album der Band hat schon satte fünf Jahre auf dem Buckel. Im schnelllebigen Musikgeschäft ist dies eine kleine Ewigkeit. Zwischendurch gab es eine EP, das war es.

Die Band meldet sich nun mit einem selbstbetiteltem Album zurück und liefert genau das ab, was man von ihnen erwartet, nämlich recht kompromisslos vorgetragenen Thrash Metal. Nachdem der Vorgänger „VII: Sturm und Drang“ eher melodisch ausgefallen ist, gehen Lamb Of God hier etwas mehr zu ihrem ursprünglichen rabiaten Sound zurück. Schlagen dabei aber ganz gut die Brücke zwischen Ecken, Kanten und Eingängigkeit.

Das mit der Eingängigkeit bezieht sich auch auf den Song „Poison Dream“. Hatebreeds Jamey Jasta greift hier zum Mikrofon und fügt „Lamb Of God“ eine andere klangliche Note bei. Direkt darauf folgt mit „Routes“ der thrashigste Song. Thrash-Kenner werden direkt die Stimme von Chuck Billy (Testament) identifizieren. Ja, das geht in die Nackenmuskulatur und setzt sich auch im Gehörgang fest.

Experimente sind seit jeher nicht das Ding von Lamb Of God. Von daher dürften sich Fans der Band bei Songs wie dem schneidigen „Memento Mori“, der Walze „Reality Bath“ und dem groovenden Abschluss „On The Hook“ ziemlich wohl fühlen

 

1. Memento Mori
2. Checkmate
3. Gears
4. Reality Bath
5. New Colossal Hate
6. Resurrection Man
7. Poison Dream
8. Routes
9. Bloodshot Eyes
10. On The Hook

https://www.lamb-of-god.com/

Bild: Travis Shinn

Lamb Of God - Lamb Of God (NuclearBlast, 19.06.2020)
4.3Gesamtwertung