Die ersten Alben der Italiener Lacuna Coil fand ich recht knackig. Irgendwann schien die Band aber in ihrer Entwicklung festzustecken und hat keine neuen Ideen entwickelt. 2018 erschien dann ein durchaus ziemlich gutes Livealbum und mein Interesse an der Band war wieder da.

Daher habe ich das neue Album „Black Anima“ auch mit Spannung erwartet. Die Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt. Wer die ersten drei Alben von Lacuna Coil kennt, der wird auch wissen, welchen Sound er von „Black Anima“ zu erwarten hat. Zwischen diese Alben liegen nun etwas mehr als zwanzig Jahre und die Band klingt noch immer ziemlich so wie damals.

Den größten Wiedererkennungswert haben Sängerin Cristina Scabbia und Sänger Andrea Ferro. Genau wie damals wechseln sich die beiden beim Gesang ab. Ferro ist für die rauen Vocals zuständig, während Scabbia dann den Klargesang übernimmt. Das klappt, heute wie damals, wunderbar.

Musikalisch bewegen sich die Italiener sicher, wenn es eher brachial zugehen soll („Sword Of Anger“) und auch wenn die Eingängigkeit im Vordergrund („Save Me“) stehen machen Lacuna Coil kaum etwas falsch.

Was „Black Anima“ aber fehlt sind frische Ideen, irgendwie erwartet man ja doch ein paar neue Songideen. Aber Songs wie „Apocalypse“ und „Veneficium“ hätten auch auf anderen Alben der Band erscheinen können.

Fans der Band werden mit „Black Anima“ sicher glücklich, denn schlecht ist das Album keinesfalls, höchstens sehr „routiniert“.

1. Anima Nera
2. Sword Of Anger
3. Reckless
4. Layers Of Time
5. Apocalypse
6. Now Or Never
7. Under The Surface
8. Veneficium
9. The End Is All I Can See
10. Save Me
11. Black Anima

http://www.lacunacoil.com



Lacuna Coil - Black Anima (Century Media, 11.10.2019)
3.9Gesamtwertung