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Die Musikwelt ist schwieriger geworden. Die Zeiten in denen man Musik nur noch gut oder schlecht findet sind vorbei. Konzerte im Bauhaus werden von CDU & AfD schlecht geredet und Venues knicken ein, während in Thüringen hunderte Nazis ordentlich vollgepisst „arisch“ sein können und Polizisten mit Flaschen bewerfen. CSU und AfD streiten darum wer der bessere Vollarsch ist und die Naziparolen schöner verpacken kann und gleichzeitig ertrinken Menschen im Mittelmeer und Retter werden kriminalisiert.

Zeiten in denen man selbst einer Helene Fischer ein politisches Statement abringen kann, müssen echt ernst sein. In einem Interview vor ein paar Jahren habe ich eine sehr aktive politische Punkband nach dem Engagement anderer Bands gefragt. Damals wollten sich selbst Bands aus dem Hardcorebereich raushalten. Doch ob man nun im Hardcore, Metal, HipHop & Polka unterwegs ist macht keinen Unterschied mehr. Das Raushalten sollte endlich für jeden vorbei sein. Menschen die auf Bühnen stehen sollten ihre Möglichkeiten nutzen. Es geht nicht darum jedem auf das Maul hauen zu wollen. Es geht um Gesicht zeigen und Haltung.

Wir sind nur ein kleines Onlinemagazin, haben uns aber von Anfang an positioniert. So unterschiedlich unser Musikgeschmack auch ist, was komisch riecht kommt uns nicht ins Haus. Basta!

Wir sind mittlerweile ganz gut unterwegs, übernehmen uns manchmal mit dem was wir machen wollen und was wir tatsächlich können und werden langsam weniger. Aber das was wir machen, macht uns Spaß. Das was wir machen, machen wir gerne. Und wir lernen dazu. Bei 30-40 Emails pro Tag und pro Redakteur beantworten wir nicht alles. Das ist schade, aber lässt sich nicht vermeiden. Wir setzen uns selbst Grenzen bei Themen die wir annehmen. Wir freuen uns über Neuentdeckungen, weil das ein Grund für diesen Kram ist. Wir sind enttäuscht über große Lieblingsbands die in unseren Augen nur noch Quatsch machen. Und am Ende des Tages sitzen wir Abends nicht auf dem Sofa, sondern vor dem Laptop und schreiben mit Kopfhörern auf dem nicht mehr ganz so jungen Schädel über diese und jede Band.

Die Wenigsten von uns könnten heute noch Röhrenjeans tragen ohne wie eine Leberwurst auszusehen und holen eher die Töchter als die Freundinnen von der Schule ab. Das merkt man uns auch hier und da an. Das ist aber gar nicht wild, weil wir trotzdem noch euphorisch wie ein Teenie beim ersten Konzert sein können.

Mittlerweile sind einige Redakteure aus privaten Gründen nicht mehr aktiv, was auch den Aufwand für die anderen steigert. Aber darum aufhören? Nein. Prioritäten setzen! Daher seid nicht böse, liebe Promofirmen, wenn wir noch weniger auf Themen antworten.

Und auch weiterhin werden wir durch die Zusammenstellung der Themen verwirren. Wir haben die Metalheads, die Indietänzer, die Punks und die Songwriterdudes bei uns. Und die werden auch alle was schreiben und ihre Fotos machen. Und das ist auch gut so.

Dickes Danke! An Euch! Von Uns!