Eigentlich ziemlich genrefremd, wage ich mich heute einmal an eine Punkrock-Platte heran – ich meine, wenn der Fitches- und The-Pighounds-Drummer Sandro sich mit der Bochumer Combo Kommando Marlies auf Punkpfade begibt, dann darf eine genauere Betrachtung der Scheibe meinerseits halt nicht fehlen.

Was ihr auf „Eskalation ja klar“ finden könnt?

Dreizehn lupenreine Punk`n`Rock-Nummern, deren Sound (trotz, dasa hier mit Uwe Umbruch, Sandro und Mattes nur drei Punk-Rocker am Werk sind) quer durch das Album fett und ausgewogen rüberkommt. Schon direkt die ersten Nummer „Eskalation ja klar“ hat es in sich und zeigt die Marschrichtung… hier wird ordentlich eskaliert – gegen Hass und Wut, hier kann sich der Unmut direkt wunderbar ausbreiten.

Direkt gefolgt von „Computer sagt nein„, welches sich nach mehrmaligem Hören als mein Lieblingssong outet… sollte ich tatsächlich noch Sympathien für den Punkrock entwickeln?

Tanveranstaltung vorbei„, „Tommy“ und „Drei Minuten Poesie“ erinnern mich übrigens ziemlich an die Berliner von Vizediktator – und das im positiven Sinne. Kann man gut machen.

Um sich kurz zu fassen: Insgesamt hat Kommando Marlies mit „Eskalation ja klar“ echt ein gutes Debüt-Album abgeliefert. Auch wenn sie mich hiermit nicht zum Punk werden lassen, aber ein wenig mehr habe ich mich schon anfreunden können. Noch zwei/drei weitere Alben der Bochumer und der Iro kann kommen 😉

 

Titel:
1. Eskalation ja klar
2. Computer sagt nein
3. Tanzveranstaltung vorbei
4. Traumurlaub
5. Gäule Köter Bullen
6. Kalt wie Eis
7. Tommy
8. Blechschmuck im Bankschließfach
9. Mädchen aus Greifswald
10. Boxerbeat 2.0
11. Drei Minuten Poesie
12. Spiel um die Welt
13. Bombenshoweffekt

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Kommando Marlies - Eskalation ja klar (Bakraufarfita Records, 17.04.2020)
4.3Gesamtwertung