KÁLA kommen aus Österreich und haben schon 2014 mit einer selbts zusammengeklöppelten EP Kritiker und autonome Jugendzentren im großen Stil begeistert.

Mit einem Sound der tief im Posthardcore verwurzelt ist, sich aber trotzdem nicht um Schubladen oder Grenzen kümmert, packt dich gleich der Opener „Monologue“ am Nietengürtelarsch und nimmt dich mit auf eine Reise in die menschliche Seele. Im Klartext heisst das, dass hier Atmosphäre geschaffen wird, die im Posthardcore so wichtig ist. Die diese Art Hardcore sogar ausmacht. Und das schaffen die fünf Herren aus Innsbruck wie lange keine andere Band. Mir fallen da persönlich „We never learned to live“ aus Brighton sofort ein, die mich ähnlich begeistert haben.

Die großartige Stimmung zieht sich hier wie ein roter Faden durch die fünf Songs, die digital bei Uncle M Music erscheint und mir hoffentlich auch bald mal als Vinyl vorliegen.

Mein persönlicher Anspieltipp ist „Tristesse“! Großartige und kraftvolle Posthardcorenummer, mit kleinen Punkeinschüben, die dich mit einer dunklen Wolke einzulullen scheint, um sie anschließend mit Faust in der Luft wieder zu durchbrechen. Fett!

Für Freunde von frühen Pianos Become The Teeth, La Dispute oder Break Even ist das hier auf jeden Fall mehr als eine Kaufempfehlung.

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  1. Monologoue
  2. Emil Sinclair
  3. Tristesse
  4. Helena
  5. Disconnected

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KÁLA - Thesis (Uncle M Music, 13.11.2015)
4.5Gesamtwertung