Jupiter Jones haben kurz vor dem Tourstart ein neues Video veröffentlicht. „Intrigen, Intrigen“ aus dem Album „Brüllende Fahnen“ fußt auf einer textlichen Grundlage von Hildegard Knef und wurde mit ein paar Gästen neu aufgenommen (Jörkk Mechenbier von Love A, Deniz Jaspersen Herrenmagazin sowie Sibbi und Panzer von Ithcy Poopzkid). Die Band möchte mit dem Song ein Zeichen gegen Populismus setzten. Das können wir nur begrüßen!

Hier noch ein Original-Statemant der Band:
„Wir machen uns gerade große Sorgen um den mächtigen Teufel Populismus. Er schleicht sich schon seit einiger Zeit langsam aber sicher in unsere Köpfe und Herzen. Brexit, Orban, Wijlders, LePen und auch hier bei uns – einige fragwürdige und etablierte Parteien und agierende Personen. Diese Liste könnte man ohne weiteres fortführen. Das alles gipfelt nun darin, dass ein menschenverachtender Rechtspopulist nach einem furchtbaren Wahlkampf ohne jeglichen sinnvollen Inhalt das mächtigste politische Amt der Erde inne haben wird.
Wir sind auf dem erschreckenden Boden der Tatsachen angelangt. Populismus fängt allerdings nicht beim Amt eines Politikers an und hört dort auch nicht auf. Es geht uns auch nicht darum alle über einen Kamm zu scheren. Wir alle sollten uns im privaten Bereich fragen, ob wir genug dafür tun, dass sich das Schüren von Hass und Ängsten nicht in unserer Gesellschaft verbreitet. Alle Personen des öffentlichen Lebens sollten sich diese Frage stellen. Alle Medien sollten sich fragen, ob sie alles dafür tun, dem ganzen keinen Nährboden zu bereiten.
Die Geschichte sollte uns ein guter Ratgeber sein: Gesellschaften verunsichern, Ängste verbreiten, Mauern und Zäune hochziehen, Abschottung und Misstrauen erzeugen hat noch IMMER zu Krieg geführt. Wir müssen Mauern und Zäune abbauen. Aufeinander zugehen, offen sein und im ehrlichen Dialog bleiben, da wir alle sicher nicht in einem weiteren Krieg enden wollen.
Wir sollten anfangen wieder sensibler für die Sorgen und Nöte der anderen zu sein. Das geht aber in alle Richtungen und funktioniert nicht mit Arm gegen Reich, Gebildet gegen Ungebildet, Stadt gegen Land, Alle gegen Alle. Lasst uns gerade in der geschichtlich schon viel zu oft kriegerischen alten Dame Europa in den nächsten Jahren unsere freiheitliche, offene Gesellschaft mit wachen Augen betrachten. Denn schon so lange weitestgehend in Frieden, Sicherheit, Wohlstand und mit Meinungsfreiheit zu leben ist ein sehr hohes Gut.
Das Zeichen der Zeit wäre sich die Hände zu reichen – vollkommen egal, welcher Nationalität, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung.“

In ein paar Tagen gehen Jupiter Jones auf Tour. Da gibt es das Lied sicher auch zu hören. Schaut dort vorbei:

27.11. Frankfurt a.M. – Zoom
28.11. Koblenz – Circus Maximus
29.11. Düsseldorf – Zakk
30.11. Bochum – Bahnhof Langendreer
01.12. Hamburg – Knust
02.12. Berlin – Privatclub
03.12. Kiel – Orange Club
04.12. Bremen – Tower