Das Musiker nicht in Schubladen verschwinden und sich nicht festlegen lassen möchten, gibt es öfter. Dass Rap mit Gitarren gemischt wird auch. Populär wären hier vermutlich die zutätowierten Emo-Indie-Rap Hoschis gewesen. Das alles ist Juiceboxxx aber nicht. Dass ein junger Musiker wie eine Mischung aus den Beastie Boys, The Streets & gutem alten 70er-Punk klingt, ist in der heutigen Zeit doch eher ungewöhnlich. Und dabei so gut!

Auf der „Never Surrender Forever EP“ treibt er es nach meinem Geschmack sogar noch auf die Spitze. Hier klingt wenig nach Rap, dafür tropft die rotzige Punkattitüde aus so ziemlich jedem Ton. Nur Marketing? Eine Masche? Mir doch egal. Das funktioniert, überrascht und macht vor allem eine Menge Spaß.

 

In 5 Songs schnoddert sich der junge Freak aus Milwaukee hier durch die EP und wirkt dabei stellenweise so bekloppt (siehe das kurze Massaker in „I Wanna Die in a Dunkin“), dass man nicht weiß, ob man ihm das abkaufen soll. Nie wieder Drogen möchte man ihm entgegen schreien, hat dabei aber Angst das sich der Sound ändert.

Dass hier ist eine Punk-EP. Vorgetragen von einem Typ der dein neuer Hipster-Buddy sein könnte, aber klingt als wäre er ein bisher unbekannter Ramones-Sohn. Gutes Ding! Reinhören!

 

 

01. Ripping Up My Soul

02. Open Up Your Life

03. Expressway to the Darkness

04. Never Surrender Forever

05. I Wanna Die In a Dunkin

 

 

Juiceboxxx - Never Surrender Forever EP (Dangerbird Records, 14.09.2018)
4.3Gesamtwertung