Der aus Turku in Finnland stammende Musiker hatte schon mit seinem unkonventionellen Sound und der Debut EP „Volcano“ viele Blicke aus allen Himmelsrichtungen auf sich gezogen. Mit „Mountain“ liegt jetzt das Album vor uns und es setzt sich fort, was wir schon auf der EP antesten durften.

Elektronische Indiepopsounds, die sich überall da bedienen, wo Aukusti sich wohl fühlt. Um ein ganz eigenes Bild von Pop zu zeichnen und einen Haufen Instrumente und Synthesizer dabei durcheinander zu würfeln, hat sich der junge Finne eingeschlossen und etwas geschaffen, was auf jeden Fall außergewöhnlich ist. Ein bisschen elektronischen Indiepop, wie ihn die Indiemädchen dieser Welt jedes Wochenende auf den Tanzflächen feiern und doch mit Wiedererkennungswert und Songstrukturen die immer wieder überraschen.

Und in diese Klangstrukturen, die teilweise mächtig auf einen hereinbrechen und dann wieder melancholisch wirken, fügt sich die zerbrechlich wirkende Stimme ein, die einen an die Hand nimmt und eine andere Seite des Pop zeigt, die trotz aller elektronischen Spielerei nicht wie Plastik wirkt, sondern großartige Stimmungen erzeugt. Mit elektronischen Mitteln eine warme und analoge Stimmung erzeugen. Das muss man erstmal können.

Ingesamt finden wir 10 Songs, die sowohl zum Arschwackeln, wie auch zum zurückgezogenen Konsum mit Kopfhörern auf dem Sofa einladen. Daumen hoch nach Finnland!

Mountain album cover art (Large)

 

01. Mirage
02. Oasis
03. Forget
04. Moon Tower
05. Ruby Eyes (Porygon)
06. Himalaya
07. What if All Else Fails
08. Bioluminescent
09. ⾃自宅 (Space Cowboy)
10. Turmoil

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Jaakko Aukusti - Mountain (VILD Recordings
, 20.01.2017)
4.3Gesamtwertung