Irgendwie waren mir die Erlanger Spaßrocker J.B.O. immer ein wenig suspekt. Mit zunehmendem Alter werde ich wohl auch seltsamer und verschrobener. Man könnte also sagen ich habe mich J.B.O. von der Seite angenähert. Das aktuelle Album „11“ rotiert nun schon seit ein paar Tagen in meinem Player und ich weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll.

Auf der einen Seite gibt es Songs wie den „Panzer Dance“. Hier wird der strunzdoofe „Burger Dance“ von DJ Ötzi verwurstet und mit einem Text versehen, der die deutsche Waffenindustrie aufs Korn nimmt, und dies durchaus mit Humor. „Wir lassen uns das Blödeln nicht verbieten“ überzeugt zumindest mit seinem metallischen Anstrich, textlich nimmt man hier die Kritiker der Band ins Visier. „M.F.N. for J.B.O“ erinnert an gute Clawfinger-Momente. Der Crossover-Song ist der perfekte Rausschmeißer aus Album Nummer „11“.

Allerdings stehen daneben dann auch solch grenzdebile Stücke wie „Metaller“ (basierend auf Lucilectrics „Mädchen“) und „Wacken ist nur einmal im Jahr“ könnte auch in der ZDF-Hitparade gespielt werden. Sollten die Jungs von ZZ Top jemals den Song „Har Har Har“ hören, fallen ihnen womöglich, ob der grottigen „La Grange“-Interpretation, die Bärte ab!

Tja, muss man mögen, ich mag „11“ nur teilweise!

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01. Einzähler
02. Wir lassen uns das Blödeln nicht verderben
03. Panzer Dance
04. Metaller
05. Ich hätt gern mehr
06. Autowerkstatt
07. Wacken ist nur einmal im Jahr
08. Verliebt
09. Jetzt ist halt heut
10. Marilyn Manson
11. Fünf Minuten
12. Har Har Har
13. Nürnberg Groove
14. Rapper
15. Söderla!
16. Alkoholprobe
17. M.F.N. For J.B.O.

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J.B.O. - 11 (AFM Records, 08.07.2016)
2.0Gesamtwertung