Heute ist es endlich so weit, die schwedischen Metal-Damen von Hysterica bringen mit “All In” ihr neues Mini-Album auf den Metal-Markt.

Mit Annie De Vil (Gesang), Bitchie (Gitarre), SatAnica (Bass), Hell`n (Schlagzeug) und Marydeath (Keyboard) haben es die Schwedinnen nach „Metalwar“ (2009) und „The Art of Metal“ (2012) nun wieder auf uns abgesehen.

Fünf riffbetonte Songs, die mit dem gitarrenlastigen „Lock up Your Son“ starten… eine Midtempo-Nummer, die hauptsächlich vom Schlagzeug und der klaren Stimme von Sängerin Annie getragen wird. Aber direkt der anschließende Titelsong „All in“ entwickelt sich im Laufe der vier Minuten von einem langsamen, getragenen – nicht zuletzt durch die Brücke bzw. den Refrain – zu einem Hysterie versprühenden Brett!

Mit „Free Me“ begeben sich Hysterica dann auf einen Ausflug in den Doom-Metal und besonders auf die Stimme ist auch hier wieder Verlass, bevor „You`ll Remember My Name“ dann zum Mitmachen einlädt und man so langsam Gefallen an der All-Girls-Band bekommen könnte. Nur leider ist erstens das Album bereits fast vorbei und zweitens überzeugt einen die abschließende Ballade „Ease My Mind“ der Stockholmerinnen eher bedingt und kommt zu sehr als sanftes melodisches Lüftchen daher.

Insgesamt ist „All In“ ein kurzweiliger Spaß mit Höhen und Tiefen… mir fehlt der Tiefgang und der Wille, die geneigten Hörer fesseln zu wollen. Das Album treibt mich daher zwar nicht zu überschwänglichen Begeisterungssprüngen, aber Freunde weiblichen Gesangs und des schwedischen Heavy & Melodic Metal werden hier bestimmt auf ihre Kosten kommen können.

 

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Tracklist:
1. Lock up Your Son
2. All In
3. Free Me
4. You`ll Remember My Name
5. Ease My Mind

Hysterica – HOMEPAGE

Hysterica – All in (Attitude Recordings/Soulfood, 05.02.2016)
3.0Gesamtwertung