Wenn schon hundert Jahre nichts sind, dann kann auch diese Rezension zu diesem feinen Album ein paar Tage nach der Veröffentlichung erscheinen. Die Schweden Hellsingland Underground melden sich mit ihrem fünften Album zurück. Ob ihrer entspannten Art muss man die Band einfach mögen. Classic Rock ist ihr Stil. Aber wo andere Bands sich mit dem Einsatz von Verzerrer- und Fuzzpedalen überbieten, da fahren Hellsingland Underground eher die entspannte Schiene und landen damit einen Volltreffer.

Musikalisch hat sich auf „A Hundred Years Is Nothing“ gar nicht so viel geändert. Die Mischung aus Classic Rock, ein wenig Progressive Rock und natürlich Blues zündet wieder.

Der größte Pluspunkt der Band ist der Gesang, Charlie Granberg singt so entspannt und unaufgeregt, dass er fast schon hypnotisch klingt. „Carnival Beyond The Hills“ gibt dem Album einen feinen Einstieg. Für die Verhältnisse der Band geht es hier schon fast ein wenig schnell zu. Der Song lebt von der tollen Melodie!

Das gutgelaunte „Strangelands“ überrascht mit Pianotönen im Hintergrund. „Elephant“ klingt wie die Dire Straits klingen würden, würden diese noch Platten veröffentlichen.

Meine Highlights sind der Titelsong welcher etwas treibender als der Rest des Albums ist, und „Criminal Summer“. Hier fährt die Band die großen Gefühle auf!

„A Hundred Years Is Nothing“ ist klasse!

 

1. Carnival Beyond The Hills
2. Strangelands
3. Criminal Summer
4. The Blessing… The Curse
5. Rainbow’s Gold
6. Elephant
7. A Hundred Years Is Nothing
8. I Win You Lose I Guess
9. Pig Farm
10. From Here To The Grave
11. Bloodlines

 

https://hellsinglandunderground.com/

Hellsingland Underground - A Hundred Years Is Nothing (Wild Kingdom, 30.08.2019)
4.4Gesamtwertung