Hell and High Water sind eine Rockband. Eine Rockband aus Hamburg, die einen Sound hat, der mich persönlich in bessere Zeiten mitnimmt. Vielleicht auch nur besser, weil ich da jünger war, aber ich bilde mir ein, dass in den 90ern relevante Rockbands in der Medienlandschaft breiter aufgestellt waren. Und genau in dieser Zeit verorte ich die drei Herren aus der schönsten Stadt der Welt.

Irgendwo zwischen Bush und Placebo. Zwischen leidenden Gitarren und schmachtendem Gesang. Zwischen erdiger, handgemachter Musik von Typen denen man das noch abkauft. Die sich selbst so durch die Weltgeschichte spielen, dabei keine ganz großen Dinge verfolgen, aber ihr Herzblut in Akkorde und Melodien legen. Bitte mehr davon!

Zwar habe ich zwischendurch gelegentlich das Gefühl, als hätten die Herren sich noch nicht zu 100% gefunden und als müsste hier und da noch gefeilt werden, aber vielleicht sind es gerade diese Ecken und Kanten, diese Unperfektheit, die gute Rockmusik ausmacht.

Mit „Bird“ liegt jetzt eine EP mit vier Songs vor mir, die auf jeden Fall Lust auf mehr macht und ich bin gespannt auf das Album 2018.

 

 

  1. Morning Coat
  2. Satellite
  3. Still
  4. Eugene

 

Hell and High Water - Bird (DIY, 19.05.2017)
3.5Gesamtwertung