Die Hamburger Indie-Rocker Hands of Kanellos präsentieren uns am Freitag ihre neue EP „Lenz“ mit acht Songs und gut 32 Minuten Spielzeit… so weit, so gut!

Entstanden durch den Zusammenschluss zweier musikalischer Brüder, die sich zuerst in unterschiedlichen Bands verdingten und sich dort diverser Stile wie Brit-Rock (Elefants), Americana und Country (Acadian Post) bedienten, wurde 2015 die Debüt-EP „Rio“ veröffentlicht, auf welche nun bereits die zweite Scheibe folgt.

Hannes Klock (der Bruder an der Gitarre), Jan (der Schlagzeug spielende zweite Bruder), sowie die weiteren Mitglieder Björn (Gitarre), Lukas (Piano) und der zweite Schlagzeuger Philipp haben einen riesigen Schatz an Ideen, Energie und musikalischer Finessen (als teilweise studierte Musiker sollte man ja auch davon ausgehen können)… aber irgendwie vergessen, einen Bassmann oder einen Sänger für die Hands of Kanellos zu suchen.

Was auf den ersten Blick nach bandinterner Demenz aussieht scheint aber durchaus gewollt zu sein… dann singt man halt einfach im Kollektiv und der zweite Drummer ersetzt zwar nicht optisch den Bass, aber rhythmisch kommt da schon einmal ein ziemliches Brett auf uns zu.

Ach so, dass man musikalisch mit Elektroschrott, Mülleimern oder Regenrohren so einiges anfangen kann ist zwar hinlänglich bekannt, aber was das Quartett damit anfängt, davon kann man sich auf „Lenz“ ein Bild machen… so manches Mal klingt es so, als würden sie sich sogar selbst überraschen.

Einfach mal reinhören ist die Devise… bei den Briten sind die Hands of Kanellos dank ihrer beiden dortigen Touren (der nächste Trip steht quasi unmittelbar bevor) bereits ein Geheimtipp!

 

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Titel:
1. Lenz
2. Saviour Of Americans
3. L 3
4. Turn Around
5. In The Basement
6. Interlude
7. Fogstomp
8. Marran

BANDPAGE

Hands of Kanellos – Lenz (Halcyon Records, 07.10.2016)
3.8Gesamtwertung