Neben der Schwebebahn und dem Zoo hat Wuppertal ab heute noch ein weiteres Highlight zu bieten… okay, eine DoomCore Band mit einer solchen Präsenz und Schlagkraft wie Grim Van Doom mit der eher tristen und langweiligen Stadt, bei welcher man gut und gerne über die Wupper gehen kann, unter einen Hut zu kriegen fällt dann aber doch schon schwer!

Die Debütscheibe „Grim Love“ haut einem mit einer solch brachialen Gewalt vor den Latz, dass man bereits bei den ersten Tönen des Openers „Goddamn This Love“ nach festem Halt unter den Füssen sucht und ich mir augenblicklich die Frage stelle, wie und ob meine mittlerweile schon in die Jahre gekommenen Boxen diesem Ansturm von Härte und Druck ein weiteres Mal gewachsen sein werden.

Aber auch die darauf folgenden sieben Stücke voller aufgestauter Wut und brachialem Sound lassen keine Zweifel daran, dass Sänger Lansky und seine Truppe einen riesigen Hals schieben… gegen die Gesellschaft, die Zustände auf der Welt und die Zeit in welcher wir leben.

Okay zugegeben, „Snowfields” zeigt sich doch eher von einer gelasseneren und ruhigeren Seite, der Sound und hier speziell die Stimme beweist, dass Grim Van Doom nicht nur Meister des Shoutings sind, sondern auch mal einen Song eher „clean“ (oder sowas ähnliches) präsentieren können!

Für Freunde des Downtempo-Beats, die auf eingängigen, aber doch finstere Doom- und mehr als dreckige Sludge-Klänge stehen ist das Album empfehlenswert… ich persönlich bevorzuge, trotz meiner zwischenzeitlichen Vorliebe für harte Klänge, eine weniger brutale Vorgehensweise!

Erscheinen wird das gute Stück als CD, CD Digipack-Limited Edition und als LP

P.S.: Die Covergestaltung verdient auf jeden Fall noch ein Extralob!

 

Grimvandoomcover

Tracklist:
1. Goddamn this love
2. Family girl
3. Snowfields
4. The storm
5. Thulsa
6. Butchr
7. Frank Vilyn
8. Nilsis

BANDPAGE

Grim Van Doom – Grim Love (Aural Attack, 11.09.2015)
3.4Gesamtwertung