Foto: Glad We Met

Glad We Met – Glad We Met (DIY, 01.12.2023)

Ich erinnere mich noch gut an die Mitte der 80er Jahre – damals als ich auf einer Konfirmandenfreizeit zum ersten Mal mit den Ramones, The Clash, Die Ärzte und Die Toten Hosen in Berührung kam. Irgendwann gesellten sich dann noch Bands wie die Misfits und ähnliche hinzu… und schon sollte für den Rest meines bisherigen Lebens weitestgehen der Punk abgehen.

Ähnlich mögen es sich die Jungs von Glad We Met gedacht haben, als sie sich vor einiger Zeit (genauer gesagt 2020) im beschaulichen Tübingen zusammen taten und nun Ende des letzten Jahres ihren ersten Longplayer veröffentlicht haben. Okay, eigentlich gehören die vier ja schon zu den alten Hasen der Tübinger Alternative-Punk-Szene, aber wer will denn da so kleinlich sein, was?!

Treibende Gitarrenriffs zegien beim Opener “Once Again” direkt, womit man bei Glad We Met rechnen kann, nämlich mit lupenreinem melodiösen Punkrock – nicht mehr und garantiert nicht weniger. Irgendwo zwischen Rancid und Hot Water Music schiebt sich das Erstlingswerk in das Plattenregal, “Gimme a Lie” oder auch “No Revolution” begeistern mich dahingehend ganz besonders – die zweite Nummer klingt beinahe so, als sei der Glad We Met-Frontmann bei Tim Armstrong in die Lehre gegangen. Sehr gut, gerne mehr davon!

Überhaupt geht die Scheibe wunderbar durch, es gibt keine Hänger bzw. Songs, die mich nicht abholen. Ob es nun das druckvolle “Start Again” ist, dass einen die ganze Zeit vor sich her treibt und durch die choralen Backing-Vocals überzeugt, oder auch “1995” – hier gefällt mir besonders die rotzige Gelassenheit mit der die vier Tübinger in die Vergangenheit reisen.

Apropos rotzig, “Right Back Down” ist hier ebenfalls zu nennen, wie die vorletzte Nummer “Warnning“, die das große Finale einläutet – denn nach “Sick of Running” ist die Messe dann endgültig gelesen. Ich persönlich kann dem Debüt-Album von Glad We Met viel abgewinnen. Wahrscheinlich wäre es vermesse, die Jungs als das neue deutsche Pendant der Amis von Rancid zu bezeichnen… da wir aber unter uns sind, mache ich es trotzdem 😉 !

 

Titel:
1. Once Again
2. Gimme a Lie
3. Start Again
4. Get on the Court
5. Can you Hear me
6. 1995
7. No Revolution
8. Right Back Down
9. The Call
10. Warnning
11. Sick of Running

Foto: Glad We Met

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4.3