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Als Kult-Band feierten die US Country-Rocker von Giant Sand unlängst ihr 30-jähriges Jubiläum. Somit war es wohl klar, dass Sänger Howe Gelb neben seinem Soloalbum „The Coincidentalist“ den Rest der Truppe für ein neues musikalisches Werk begeistern konnte.

In den New West Records Studios von Gelb selbst produziert konnte er neben seinen aktuellen Bandmitgliedern aufgrund der jahrelangen Bekanntheit einige Gastmusiker gewinnen, Paula Jean Brown und John Parish von PJ Harvey, sowie Steve Shelley von Sonic Youth sind hier nur einige der namenhaften Mitstreiter.

Heraus gekommen sind fünfzehn Songs, welche die lange Geschichte der Band und des Frontmanns Howe erzählen und sich quasi in drei Bandepochen aufteilt…von den glücklichen und unbeschwerten Anfängen, über die berauschten, an den Erfolg gewöhnten Zeiten, hin zum hier und jetzt, wo man wieder seinen Platz im Gefüge der Indie-Bands finden muss.

Der selbsternannte Wüstenrocker Howe erfindet sich zwar, vielleicht gerade aus Tradition oder aufgrund seiner bisherigen Erfolge, mit „Heartbreak Pass“ nicht neu, gibt aber eine beständige Sicherheit. Anders ist dieses Mal höchstens, dass die Instrumente auf dem neuen Album ständig durchgewechselt werden.

Einer Band, die in den letzten dreißig Jahren über dreißig Alben veröffentlicht hat kann man jedenfalls nicht vorwerfen, dass sie keine Ahnung von dem haben was sie tun!

 

Trackliste:

  1. Heaventually
  2. Texting Feist
  3. Hurtin’ Habit
  4. Transponder
  5. Song So Wrong
  6. Every Now And Then
  7. Man On A String
  8. Home Sweat Home
  9. Eye Opening
  10. Pen To Paper
  11. Bitter Suite
  12. House In Order
  13. Gypsy Candle
  14. Done
  15. Forever And Always
Giant Sand - Heartbreak Pass (New West / Ada / Warner, 08.05.2015)
3.5Gesamtwertung