Frank Turner – Undefeated (03.05.2024, Xtra Mile Recordings)

Frank Turner veröffentlicht mit Undefeated” sein mittlerweile zehntes Album. Und bereits die Promophase lässt eine Veränderung erahnen. Herr Turner ist wirkt unbeschwerter und greifbarer.

So hat er sich entschieden nach den großen Major-Auftritten, großen Verträgen und allen Vor-/Nachteilen, die es mit sich bringt, hier wieder als unabhängiger Künstler sein Zeug zu machen. Und das spürt und hört man!

So ist Do One” der letzte Song den er aufgenommen hat und doch eröffnet er die Platte. Laut Turner ist es damit die Zusammenfassung seiner gewünschten Aussage auf dem Album. Und der Song erinnert an beste “Photosynthesis”-Zeiten, was sich vor allem durch die Unbeschwertheit zeigt und spürbar wird. Es geht mit Songs wie Girl from the Records Shop” auch genau so weiter. Großartige Singalongs, relativ schnelle, tanzbare und gut gelaunte Inselfolksongs, die in großen Clubs und der Lieblingsbar nebenan funktionieren.

 

 

Deutlich wird hier bei allem was Turner in 14 Songs zaubert auch was ihn immer ausgemacht hat. Er ist der tätowierte Punk im Herzen, schreckt aber nicht vor der großen Liebe zu Künstlern wie den Countings Crows und Elvis Costello zurück, trägt dabei aber das Black-Flag-Shirt und bepöbelt dich mit einem Augenzwinkern. Dieses Album ist was Frank Turner ist. Immer noch der unbeschwerte Punk-Songwriterdude, der aber nicht den Anspruch hat immer jung zu bleiben und sich den Bart dafür färbt. Erwachsen werden und dabei mit sich im Reinen sein. Geht! Siehe “Undefeated”. Hier eine absolute Kaufempfehlung für jede Altersgruppe mit und ohne Ankertattoo!

 

I’m still standing up and there’s nothing you can do!”

 

 

  1. Do One’
  2. Never Mind The Back Problems’
  3. Ceasefire’
  4. Girl From The Record Shop’
  5. Pandemic PTSD’
  6. Letters’
  7. East Finchley’
  8. No Thank You For The Music’
  9. The Leaders’
  10. International Hide and Seek Champions’
  11. Show People’
  12. On My Way’
  13. Somewhere Inbetween’
  14. Undefeated’

 

Fotocredit: Shannon Shumaker

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