fluppe sind aus Hamburg. Klingen auch so. Irgendwie aber auch so gar nicht.

Die Herrschaften, die alle in der Musiklandschaft keine Unbekannten sind, haben sich zusammen gefunden um Musik zu machen, die man nicht nebenbei hört. Düsterer Indie-Rock und Post-Punk knutschen heimlich hinter dem Molotow und passen auf, dass der Pop sie nicht findet. Aber mit einem Grinsen im Gesicht klatscht er den Beiden dann doch ab und zu auf die Schulter, stört aber nicht, sondern ergänzt das akustische Rumfummeln perfekt.

Mit dem großartigen Gregor Henning (Die Sterne, Bela B, Vierkanttretlager usw.) hat man im Studio Nord Bremen einen immer gut gekleideten Freund gefunden, der das Gesamtbild der Band in seine talentierten Hände nimmt, ihm seine Ecken und Kanten lässt und sich nur an den richtigen Stellen abarbeitet, was dann zu dem Sound führt, der fluppe schon nach so kurzer Zeit in Indiekreisen bekannt machte und irgendwo zwischen Blümchentapete und Röhrenradio angesiedelt ist.

 

 

Mit „Warten“ gab es schon relativ früh die erste Single, die sich zumindest bei mir und meinen Lieben ganz derbe in die Ohren gefressen hat. Vor nicht so langer Zeit gab es dann mit „Zwei Schüsse alte Kanzlei“ und „Aals“ die nächsten Songs. Gemeinsam mit „Après-Shit“ bildet das Ganze dann die EP „Billlstedt“, die soviel Bock drauf macht, die Songs endlich passenden Medium Vinyl stilecht zu hören. Denn die EP wird es zunächst digital und auf Tape geben, was mich immer fuchsig macht, seit auch der Benjamin-Blümchen-Kassettenrekorder im Kinderzimmer nebenan das Zeitliche gesegnet hat.

Also schenkt den fluppen ein Ohr und euer Herz! Mein Herz haben sie nämlich schon.

 

 

 

  1. Aals
  2. Zwei Schüsse alte Kanzlei
  3. Warten
  4. Après-Shit