„Spectra“, das neue Album von Flares ist nicht so einfach zu beschreiben. Thematisch behandelt die Band Digitalisierung und die dadurch oft entstehende Vereinsamung und Konfrontationen die damit einhergehen. Die Songtitel geben die Gliederung des Albums in Spektralklassen und die damit verbunden visuelle Klassifizierung von Sternen. Klingt irgendwie kryptisch, und ist es wohl auch und an Tagen mit 38 Grad Celsius bin ich damit auch irgendwie überfordert.

Weniger überfordernd sind dann allerdings die Songs von „Spectra“, denn die sind wirklich klasse. Fans von Bands wie Maserati oder Mogwai dürften sich bei den post-rockenden Sound durchaus wohlfühlen.

„40.000“ ist der erste Track von „Spectra“, der Song kommt mir einen treibenden Rhythmus recht schnell in Fahrt. Darüber werden verhaltenen Riffs gelegt, elektronische Sounds fügen eine dichte Atmosphäre hinzu. Der ruhige Gesang verpasst dem Ganzen dann noch fast eine hypnotische Wirkung. Das folgende „20.000“ ist ein kleines Intermezzo.

„8.500“ folgt dann der Linie die „40.000“ vorgegeben hat. Weitestgehend ruhig, aber immer im richtigen Moment ziehen Flares die Zügel etwas an und geben behutsam Gas.

Behutsam beschreibt das Album auch ziemlich gut. Lediglich beim letzten Song „3.200“ zieht man dass Härtelevel etwas an.

„Spectra“ macht Spass, in den Songs gibt es viel zu entdecken!

 

1. 40.000
2. 20.000
3. 8.500
4. 6.500
5. 5.700
6. 4.500
7. 3.200

Flares - Spectra (Barhill Records, 21.08.2020)
4.3Gesamtwertung