Mit Fights and Fires gibt es für mich mal wieder ein bisschen Punk, der auch den Namen verdient hat. Von Fame und Co. hat man sich verabschiedet und den Schwerpunkt auf Spaß mit Freunden, Hardcore- und Punkshows gelegt und einfach mal losgemacht.

Mit musikalischen Vorlieben wie Rocket from the Crypt und Thin Lizzy im Ohr hat man sich hier einer Mischung aus Punk, Faust in der Luft, Hardcoregeballer, Schweine-Rock’n’Roll und Spaß am Leben verschrieben. Und alles zusammen kann man es auf das Wort „Punk“ reduzieren.

Hier treffen derbe Ballerparts auf Rock’n’Roll Riffs und kleine Melodien, die mit schnöseligem Gesang vorgetragen werden. Im nächsten Moment lässt Philip Cox auch schon wieder durchblicken, dass er den Gesang und das Geschrei auch tatsächlich eindrucksvoll drauf hat. Fazit: Wenn er rotzig und lallend singt, ist das auch so gemeint!

Am Ende der 8 Song starken Platte wird man dann beim ersten Hören verwirrt. Zumindest mich hat „Ouija Board“ mit der balladenartigen Gitarre und dem relativ ruhigen Geschrei zuerst ein wenig durcheinander gebracht. Aber hat man sich erstmal reingehört, stellt man sich unfreiwillig einen Haufen verschwitzte Punks mit Bier in der Hand gröhlend Arm in Arm vor. Dieser Song könnte das perfekte Ende für eine großartige Punkshow sein. Und für diese Punkplatte ist er es ebenso.

Als Fazit bleibt mir nur ein Kopfnicken, Durst auf Bier und die Freude auf die nächste verschwitzte Punkshow mit genau solchen Dudes, die auf Szene, Trends und Style scheißen und einfach Punk machen ohne dabei kacke zu klingen.  Danke Amigos! Kaufempfehlung!

  1. Blanquettes Avenue
  2. Church Bells
  3. Awkward
  4. Camping
  5. Hard To Dream
  6. Take A Swim At The World
  7. Kibosh
  8. Ouija Board

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Fights & Fires - Live Life Like A Tourist (Lockjaw Records, 14.07.2017)
4.5Gesamtwertung