Fallen Arise – Adeline (Rock of Angels Records, 31.10.2015)

Mit ihrer dritten Veröffentlichung „Adeline“ fährt das Sextett aus Griechenland ihren mittlerweile zweiten Longplayer auf.

Der Opener “Prologue in D minor“ erzählt, von düsteren Klängen unterlegt, die Geschichte eines Mädchens, dass aufgrund eines Fluches, dem Tode geweiht ist. Die Geschichte bildet das Grundgerüst für dieses Konzeptalbum.

Das auf den Prolog folgende „The Curse“ beginnt mit einer seichten Piano-Melodie welche in ein rhythmisches Synthi-Spiel übergeht, dass sich durch den gesamten Song zieht. Der Gesang, ein Wechselspiel des Cleangesanges von Spyla und den Deathgrowls von Chris, zeichnet zusammen mit dem bombastischen Sound der Gitarren eine sehr bedrückende Atmosphäre. Die Verständlichkeit der Vocals leidet allerdings unter dem sehr mittenbetonten Klangbild der Instrumente. Das hätte man im Mix besser machen können. Am Ende des Songs wird, untermalt von Piano-Klängen, die anfangs begonnene Geschichte weitererzählt.

Die sehr häufig eingesetzten Synthi-Klänge fügen sich meistens gut in das Gesamtkonzept ein. Der wechselnde Einsatz der Vocals, von sanft bis böse, ist als gelungen hervorzuheben. Das gibt den Songs in Sachen Dynamik, zusammen mit den gut gespielten Instrumenten, den nötigen Schliff. „Divine Bride“ ist genau dafür ein gutes Beispiel.

„White Crystal Angel“ überrumpelt anfangs mit flottem Tempo und harten Tönen. Während der ruhig beginnende Vers wieder an Kraft gewinnt wird eine Spannung aufgebaut, die sich im Wechselspiel der grundverschiedenen Stimmen der beiden Vokalisten entlädt.

Die immer wieder eingestreuten Hörspiel-Tracks lockern das Album angenehm auf und bieten auch einen nicht zu verachtenden Unterhaltungswert.

In „Oceans of Time” zeigen sich leider deutliche Schwächen beim cleanen Gesang von Chris. Hier kann Spyla eindeutig mit der besser ausgebildeten Stimme punkten.

Die Schlussnummer „Epilogue“ zeichnet wieder eine sehr düstere Stimmung. Beginnend mit einer einsamen Marschtrommel wird eine schaurig, schöne Atmosphäre geschaffen und Spyla darf noch einmal zeigen wo ihre Gesanglichen Stärken liegen.

Den Vergleich mit Genre-Primus Nightwish brauchen die sechs Griechen nicht zu scheuen. Um das gleiche Level zu erreichen ist aber noch etwas Arbeit notwendig.

Alles in allem ist „Adeline“ eine handwerklich gut gemachte Scheibe, die sich schön durchhören lässt.

 

Fallen Arise Cover

  1. Prologue in D minor
  2. The Curse
  3. We’re becoming Gods
  4. Divine Bride
  5. Silent Weeping
  6. The Heart of the Damned
  7. My Last Breath
  8. White Crystal Angel
  9. Funeral
  10. Music Box
  11. As Far the Memory Remains
  12. Oceans of Time
  13. Epilogue
3.5