Exhorder? Da war doch was! Es ist schon knappe 27 Jahre her, dass das letzte Album der Band veröffentlicht worden ist. Die beiden Alben „Slaughter In The Vatican“ und „The Law“ fuhren damals im Schlepptau vom Pantera beeinflussten Groove Metal ganz prächtig mit, zumindest von Standpunkt der Qualität her betrachtet. Den Durchbruch hat die Band aus Louisiana damals nicht geschafft.

Mit frischen Bandkollgen starten die Gründungsmitglieder Vinnie LaBella and Kyle Thomas nun noch einmal durch und das neue Album “Mourn The Southern Skies” kracht mehr als ordentlich in die Gehörgänge. Dass die Herren in ihrer jahrelangen Pause wohl auch die eine oder andere Langrille von Testament gehört haben, fällt besonders beim Gesang auf, stört aber nicht weiter.

Der Opener “My Time” knüppelt in bester Bay-Area-Manier aus den Lautsprechern. Gefangene will die Band wohl nicht machen. Der Song ist ordentlich treibend und wird technisch perfekt auf den Punkt gespielt. Obacht Nackenmuskulatur, hier geht es rund!

„Hallowed Sound” klingt als wäre der Song noch ein Altbestand, allerdings wirkt das Riffgewitter sehr modern, verleugnet aber die Wurzeln der Band nicht!

Die besten Momente hat das Album aber wenn die Geschwindigkeit hochgehalten wird “Beware The Wolf” und “Rumination” sind hier die besten Beispiele.

Gelungenes Comeback!

01. My Time
02. Asunder
03. Hallowed Sound
04. Beware Of The Wolf
05. Yesterday’s Bones
06. All She Wrote
07. Rumination
08. The Arms Of Man
09. Ripping Flesh
10. Mourn The Southern Skies

https://www.exhorder.com/

 

Photo credit: Dante Torrieri

Exhorder - Mourn The Southern Skies (Nuclear Blast, 20.09.2019)
4.0Gesamtwertung